Sprechen und schauen

Dieser Tage erscheint Karin Schiefers wunderbar illustrierter Interviewband mit Protagonistinnen und Protagonisten des österreichischen Filmschaffens.

 

Wer sich die enorme Vielfalt der österreichischen Filmszene plastisch vor Augen führen möchte, dem sei die Lektüre der bei Synema erschienen „Filmgespräche“ dringend ans Herz gelegt. Filmpublizistin Karin Schiefer, auch langjärige „ray“-Autorin, versammelt darin Interviews mit 27 Regisseurinnen und Regisseuren aus dem Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilmbereich, wobei sich jedes Gespräch um einen konkreten Film dreht. Festivalerfolge wie Das weiße Band (2009) von
Michael Haneke oder Lourdes von Jessica Hausner (2009) sind in der Auswahl ebenso vertreten wie die Genrefilme In 3 Tagen bist du tot (Andreas Prochaska, 2006) oder Der Knochenmann (Wolfgang Murnberger, 2009). Schiefers Gesprächsführung streift kompetent die verschiedensten Ebenen filmischer Tätigkeit, seien es Ästhetik, persönlicher Stil oder Produktionsbedingungen. Eine kongeniale Ergänzung der Gespräche bilden die Schwarzweiß-Fotografien von Lukas Beck, der die Filmemacherinnen und Filmemacher an diversen Orten – in privaten Räumlichkeiten ebenso wie an öffentlichen Plätzen – abgelichtet hat. Die Stärke der Fotografien ist dabei nicht nur das präzise Spiel mit Licht und Schatten, sondern auch die Greifbarmachung der künstlerischen Persönlichkeiten der Porträtierten.

Die Buchpräsentation findet am 12. Juni um 19 Uhr im Filmhaus am Spittelberg statt.

 

 



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Karin Schiefer: Filmgespräche zum österreichischen Kino.
Mit Fotos von Lukas Beck.
SYNEMA-Publikationen (Wien) 2012. Broschur, 224 Seiten, 28 Euro.



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