Ich – Einfach unverbesserlich 2 / Despicable Me 2

Tollkühne Animationskomödie für Kinder jeden Alters

 

Jahrelang galt Pixar als das Maß aller Dinge, was flotte und innovative Animationsfilme für die ganze Familie betrifft – und das zu Recht. Doch die Konkurrenz schläft nicht, und sie hat stark aufgeholt. Blue Sky (für Fox) mit Rio, Sony Pictures Animation (Hotel Transsylvania), DreamWorks (Madagascar 1 bis 3) oder eben Universal mit seinen Partnern machen mittlerweile genauso spektakuläre und unterhaltsame Animation.
Despicable Me war 2010 mit mehr als 250 Millionen Dollar Box Office allein in den USA ein Riesenhit, und das bei Produktionskosten von „nur“ 70 Millionen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die beiden Drehbuchautoren Cinco Paul und Ken Daurio, die 2011 auch noch den wunderbaren Hop geschrieben hatten, sich wieder an die Arbeit machen mussten/durften. Und sie haben tatsächlich noch einen draufgesetzt, wie es so schön heißt, denn der zweite Teil ist mindestens ebenso lustig wie der erste, er ist zutiefst romantisch, und er bietet rasante Action und ein Feuerwerk an Gags – so viele eigentlich, dass man kaum zum Verschnaufen kommt und dass die Logik der Handlungsführung, vor allem am Schluss, gelegentlich ein wenig leidet.
Aber egal. Es fängt schon schräg an, mit einer scheinbar harmlosen polaren Forschungsstation, die eines Tages von einem riesigen fliegenden Magneten einfach abtransportiert wird. Weil man dort an einem sehr wichtigen Serum arbeitete, ist die Anti-Villain League höchst besorgt. Für den Job, herauszufinden, wer so böse sein kann, kommt – gemäß dem Hannibal-Lecter-Prinzip – nur einer in Frage: der ehemalige Superschurke Gru, der allerdings inzwischen mit seinen drei Adoptivtöchtern (siehe Teil 1) und den dienstbaren gelben Minions ein recht beschauliches Leben führt. Doch damit ist nun Schluss, und die Agentin Lucy, mit der Gru zu arbeiten hat, bringt zudem das Gefühlsleben des eigentlich schüchternen Mannes total durcheinander.
Man kann sich vorstellen, dass bei einem solchen Plot und bei einer Unzahl an gelungenen Charakteren (wie dem Latin-Lover-Boy Antonio, der sich an Grus älteste Tochter heranmacht) und wahnwitzigen szenischen Einfällen ein wahrer Regen an Spaß auf das p.t. Publikum niederprasselt. Im ewigen Wettstreit der US-Komiker, die bei diesen Filmen ein reichhaltiges Betätigungsfeld finden, legt Steve Carell wieder einmal vor. Was er allein mit seinen stimmlichen Fähigkeiten aus der Figur des Gru macht, wäre einen Voice-Oscar wert. Wer sich dabei nicht unterhalten und entspannen kann, dem ist wohl mit filmischen Mitteln nicht zu helfen.



Kein Kommentar vorhanden.



Animation/Komödie, USA 2013


Regie Pierre Coffin, Chris Renaud
Drehbuch
Ken Daurio, Cinco Paul
Schnitt
Gregory Perler
Musik
Heitor Pereira, Pharell Williams
Sound Design
Christopher Scarabosio
Production Design
Yarrow Cheney

Stimmen (original) Steve Carrell, Kristen Wiig,
Ken Jeong, Miranda Cosgrove,
Moises Arias, Elise Fisher,
Russell Brand, Steve Coogan

Verleih Universal Pictures, 98 Minuten

www.despicableme.com

 



Tags


Social Bookmarks