Wettbewerb

Unter der Leitung des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven wird die Internationale Jury die Filme im Wettbewerb gemeinsam sichten, diskutieren und die Gewinner küren.

 

Eröffnet wird in diesem Jahr mit der Weltpremiere Django von Etienne Comars. Der französische Produzent und Drehbuchautor legt mit dem Porträt des Musikers Django Reinhardt sein Regiedebüt vor. Als Sinti stigmatisiert, musste der Gitarrist während der Zeit des Nationalsozialismus Gewalt und Unterdrückung erdulden und 1943 letztlich aus dem besetzten Paris fliehen. Mit dieser Wahl verbindet Festivaldirektor Dieter Kosslick europäische Geschichte mit ganz aktuellen Debatten über Flucht und Migration.

Um die Bären kämpfen Filme aus Brasilien, Japan und Indien, Rumänien, Ungarn und vielen weiteren Ländern. Beuys heißt der neue Dokumentarfilm von Andres Veiel, der sich in seinen Filmen immer zwischen Dokumentarischem und Fiktionalem bewegt, The Party jener der britischen Regisseurin und Drehbuchautorin Sally Potter. Agnieszka Holland, die Grande Dame des polnischen Films, zuletzt auch als Episodenregisseurin US-amerikanischer Serien aktiv, legt mit Pokot ihr neues Werk vor, einen Kriminalfilm. Toivon tuolla puolen, der neue Film von Aki Kaurismäki, greift nach Le Havre erneut ein Flüchtlingsthema auf und porträtiert wieder die Begegnung eines älteren Herren mit einem Flüchtlingskind. Nach seinem Erfolg 2015 in Locarno mit Right Now, Wrong Then ist der koreanische Regisseur Hong Sang-soo mit Bamui haebyun-eoseo honja (On the Beach at Night Alone) ebenfalls im Wettbewerb. Nach seinem jüngsten Berlinale-Beitrag Gold hat Thomas Arslan mit Helle Nächte erneut einen Film in der glamourösesten Sektion, und mit Return to Montauk legt Volker Schlöndorff nach Diplomatie einen neuen Spielfilm vor. Und nicht zuletzt wird Josef Haders Debütfilm Wilde Maus im Wettbewerb seine Weltpremiere feiern.

Von 9. bis 19. Februar. www.berlinale.de

 



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