Viennale-Blog 34

Haunted 3D

| Max Paier |

Ich möchte nicht sagen, dass Haunted 3D ein guter Film ist. Ganz und gar nicht. Ist er nicht. Punkt. Es werden sämtliche Klischees bedient, die es im Horrorfilm gibt: Von der klassischen Streicher-Musik über die vorhersehbaren Schreckmomente bis zur Standardliebesgeschichte ist alles dabei.
Trotzdem hatte ich eine gute Zeit, denn Haunted 3D ist nämlich unfreiwillig unglaublich komisch, dabei sind die schlechten Hauptdarsteller, die eine Mischung aus Hindi und Englisch reden („OH MY GOD! THE FIVE ELEMENTS“), nur der Anfang. Die Handlung ist skurril und an den Haaren herbeigezogen: Der Besitzer eines Hauses, welches von Geistern (die nicht lesen können) heimgesucht wird, reist 80 Jahre in der Zeit zurück, um das Mädchen, das in seinem Haus geistert, zu befreien. Eine klischeehafte Liebesgeschichte entwickelt sich, und am Ende geht natürlich alles gut aus.
Das Lustigste an Haunted 3D ist aber der Name des bösen Geistes. Der heißt nämlich Iyer (sprich: Eier). Und wenn dann alle zwei Minuten „EIER“ geschrien wird, ist das nicht nur entsprechend komisch, sondern zeigt auch, wie ernst man die gesamte Handlung nehmen kann.