Viennale ray Talent Press

| Marie-Theres Feichtner :: Anna Theiretzbacher |

Zum späten, aber nichtsdestoweniger gelungenen Abschluss des Projekts hier zwei Resümees mitten aus der gelebten Praxis.

Ein Shirt von Will Ferrell

Text ~ Marie Theres Feichtner

30 Filme und viele spannende Erlebnisse später sitze ich nun hier und mache mir Gedanken über meine Zeit bei der Viennale. Durch das Projekt „Talent Press“ hatte ich mit fünf anderen Schülern die Möglichkeit mich erstmals ein bisschen in die Filmbranche einzumischen und Eindrücke als „Jungkritikerin“ zu sammeln. Zwei Wochen, in denen ich Gespräche mit Regisseuren wie Klaus Lemke oder Matt Johnson führen durfte, einen Burger mit Henning Gronkowski geteilt habe und ein Shirt von Will Ferrell geschenkt bekam, änderten mein Bild der Branche von Grund auf: Statt griesgrämigen Hochstaplern lernte ich einen Haufen genialer und liebenswürdiger Chaoten kennen, die ihr Leben in vollen Zügen genießen. Von Regisseuren und Schauspieler zu Journalisten und Filmverleihern waren alle vertreten und standen auch uns „jungen Wilden“ mit Interesse und Achtung gegenüber.
Durch dieses Projekt wurden mir zahlreiche Möglichkeiten offenbart, meine Gedanken festzuhalten und mit der Welt zu teilen, sowie Filme facettenreicher zu sehen und auch in Frage zu stellen. Meine Liebe zu Filmfestivals wurde geweckt, und trotz der stressigen Zeit würde ich sofort wieder mitmachen! Kurz: eine wundervolle Erfahrung!

Neue Freundschaften

Text – Anna Theiretzbacher

Durch die Viennale bekommt man Filme zu sehen, von denen man sonst warscheinlich nicht einmal irgendetwas gehört hätte. War der Film/die Dokumentation etc. „gut“, freut man sich wie ein Entdecker eines Schatzes. Geht man üblicherweise mit Freunden ins Kino, werden Cineplexxe, Megaplexxe oder Konsorten aufgesucht, bei der Viennale warten auch andere Kinos darauf zu zeigen „was sie können“, Kinos die vielleicht nicht so oft besucht werden.
Ich fand es war eine tolle Erfahrung bei der ray Talent Press dabei gewesen zu sein. Um die 15 Filme habe ich mir angesehen, nicht über alle habe ich geschrieben. Manchmal war das Projekt ziemlich anstrengend, nebenbei Schule, Hektik beim Karten reservieren, das Produzieren von (hoffentlich einigermaßen gelungenen) Texten. Doch die Mühe hat sich ausgezahlt. Das Beste: Es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, man hat neue Freundschaften geschlossen, Regisseure und Schauspieler kennengelernt, konnte sich über seine Viennale-Tasche und den Presse-Ausweis freuen und viele Dragee-Keksi essen. Man bekam Feedback auf seine Texte und war stolz, sie danach auf der Homepage zu sehen.
Ich würde sofort wieder mitmachen und freue mich schon auf die Viennale 2014!