Zac Efron und Taylor Schilling stellen sich als Kitschfiguren zur Verfügung.
U.S. Marine Sergeant Logan (Zac Efron) findet bei seinem Einsatz im Irak das Foto einer jungen, unbekannten Frau. Er steckt es ein und trägt es fortan immer bei sich. Als er heil heimkehrt, ist er sich sicher, dass er diesen Umstand der Frau auf dem Foto zu verdanken hat und beschließt, sie zu suchen, um ihr zu danken. Er findet sie, schafft es jedoch nicht, ihr den wahren Grund seines Besuches zu erklären. Stattdessen nimmt er einen Job als Pfleger in ihrem Hundeheim an und mietet ein Haus in der Nähe. Anfangs ist die Frau namens Beth (Taylor Schilling) noch skeptisch, doch nach und nach entsteht eine magische Verbindung zwischen ihr und Logan. Auch Beths Sohn Ben schließt ihn ins Herz. Es wäre richtiggehend perfekt, wäre da nicht der eifersüchtige Exmann Keith (Jay R. Ferguson) und das Geheimnis, das Ben immer noch mit sich herumträgt.
The Lucky One ist eine dieser stereotypisch-kitschigen Romantik-Schnulzen, bei denen sich unweigerlich die Frage auftut: Wozu eigentlich? Regisseur Scott Hicks versucht sämtliche Themen, die den Zuschauer anziehen könnten, in eine Geschichte zu packen.
Krieg, Tod, Verlust, Trauer, Liebe, Wut, Hass, Eifersucht, Rache, eine gescheiterte Ehe, dazwischen ein Kind, Hunde, Musik, die Schönheit der Natur, etc. Er stellt seine Schauspieler in eine bilderbuchartige, pittoreske Umgebung und lässt sie dort eine Geschichte spielen, deren Handlungsverlauf größtenteils vorhersehbar ist. Doch irgendwie funktioniert das alles nicht. Man leidet nicht wirklich mit, wenn Logan es aufgrund seiner Traumatisierung nicht fertig bringt, Beth den wahren Grund seines Auftauchens zu erklären; man weint nicht mit, wenn Beth sich ihres verstorbenen Bruders erinnert; man hat nicht wirklich Angst, wenn der eifersüchtige Keith versucht, Logan von seiner Exfrau fernzuhalten. Man ist generell recht wenig bewegt davon, dass der Film besonders viele verschiedenen, teils große Emotionen zu zeigen versucht und somit beim Zuschauer ebendiese erzeugen möchte. Eine Einfühlung in die Figuren gelingt beim besten Willen höchstens marginal. Zu banal, zu stereotyp, zu aufgesetzt wirkt das Ganze.
Die verwunschenen Wälder, die glitzernden Seen und die Sonnenuntergänge, die alles in ein schimmerndes Romantik-
licht tauchen und dabei Kameramann Alar Kivilo reichlich Möglichkeit zum gezielten Einsatz von Linsenreflexen geben – alles schlichtweg zu viel des Guten.
Wer Lust auf einen anspruchslosen, seichten Film hat, der wenig bis gar keinen Eindruck hinterlässt, ist bei The Lucky One richtig aufgehoben. Allen anderen sei geraten, die 101 Minuten sinnvoller zu nutzen.
