Es ist schon ein grandioser Anblick, der einen beim Betreten des großen Saales im traditionsreichen Zoo Palast erwartet. Die Raumgestaltung orientiert sich an der Filmtheater-Ästhetik der fünfziger Jahre, LED-Leuchten in der Decke lassen an einen Sternenhimmel denken. Lässt man sich in einem der 800 komfortablen Ledersessel mit variabler Rückenlehne nieder, bekommt man vor Beginn des Hauptfilms auf der 21 mal 8,80 Meter großen Leinwand eine Bilderrevue mit Highlights aus der bewegten Geschichte des 1957 nach Plänen des Architekten Gerhard Fritsche fertiggestellen Zoo Palastes zu sehen. Die Komödie Die Züricher Verlobung von Helmut Käutner mit Liselotte Pulver eröffnete das Programm. In den folgenden Jahren schritten während der Berliner Filmfestspiele Kinostars aus aller Welt über den Roten Teppich ins Theater, und seit 2014 werden hier wieder Berlinale-Filme und Premieren gezeigt.
Dabei gab es schon Pläne, das Kino abzureißen. Das wurde verhindert, als das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde. In fast dreijähriger Bauzeit wurde das Innere für 5,5 Millionen Euro aufwändig renoviert und mit neuester Technik ausgestattet. Am 27. November 2013 fand die feierliche Neueröffnung des Zoo Palastes mit nunmehr sieben Sälen statt, mit Lilo Pulver als Ehrengast. Im Saal 1 sorgt ein Dolby- 7.1-Atmos-Soundsystem mit 89 Lautsprechern und 115.000 Watt Leistung für ein überwältigendes Klangerlebnis, und es gibt auch noch einen 70mm-Projektor, um Monumentalfilme im ursprünglichen Format präsentieren zu können.
Saal 2 mit historischer Holzverkleidung bietet 273 Zuschauern Platz, im Saal 5 mit 157 Sitzen wird vor Beginn der Vorstellung eine Lightshow an Decke und Wänden geboten, so ist der Saal ein Lichtspieltheater im doppelten Sinn. Zudem gibt es noch zwei kleine Klubkinos mit je 50 Plätzen. Auf den Logenplätzen der größeren Säle kann man sich Getränke und Finger Food servieren lassen.
