Beim zweiten Antragstermin des Jahres wurden 14 Projekte eingereicht, sechs Projekte erhielten Zusagen in Höhe von 366.700 Euro.
Unter den sechs geförderten Projekten finden sich gleich fünf Dokumentationen über Wiener Institutionen und Persönlichkeiten: der Prater, das Hotel Sacher, Wiener Elektromusik, Sigmund Freud und die Sozialdemokratin Käthe Leichter werden porträtiert. Die Soko Donau ermittelt erstmals in abendfüllendem Format. Der erste Fall der beliebten heimischen Krimi-Serie in Spielfilmlänge (Fördersumme: 200.000 Euro) wird nun von Satel Film produziert. Regie führt Sascha Bigler. Nach Stefan Brunners Drehbuch muss das bewährte Team um Penny, Dirnberger & Co. zunächst eine Reihe von dunklen Rätseln lösen, bevor sie einen Serienmörder zur Strecke bringen kann.
Fünf Dokumentationen erhalten Herstellungsförderung in Höhe von insgesamt 166.700 Euro: Der französische Dokumentarfilmer David Teboul zeigt Sigmund Freud, wie man ihn noch nie gesehen hat: als ehrgeizigen und leidenschaftlichen Mann, Vater und Erforscher der Psyche. In Freud intim, einer Produktion der WildART Film, wandelt seine Tochter Anna auf den Spuren seiner privaten und beruflichen Korrespondenz. Hotel Sacher erzählt von der beispiellosen Geschichte eines Hotels, das über 140 Jahre hinweg europäische und österreichische Kultur und Politik beeinflusst hat, von den Wagnissen der Hotelpionierin Anna Sacher bis zu den wirtschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhundert – eine Produktion der Nikolaus Geyrhalter Film, Regie führt Beate Thalberg.
Der Wiener Prater, zunächst den Herrschern und ihrem Jagdvergnügen vorbehalten, wurde vor 250 Jahren dem Volk geöffnet, das ebenso Vergnügen, Ablenkung und das Ausleben von Leidenschaften fand. Thomas Rilks Film porträtiert einen Vergnügungspark, in einzigartiger Weise eingebettet in eine naturnahe Landschaft voll vielfältiger Flora und Fauna. Käthe Leichter wurde nach ihrem gewaltsamen Tod als Opfer der Nationalsozialisten als Ikone der Frauenbewegung gewürdigt. Dennoch ist sie heute nur wenigen ein Begriff. Als Teil des reformerischen Wien der zwanziger Jahre hat Leichter die moderne Frauenbewegung mitbegründet. Helene Maimann porträtiert die Politikerin und Gewerkschafterin in der Dor-Film-Produktion Käthe Leichter – Eine Frau wie diese.
Die Wiener Elektro-Szene der neunziger Jahre um Kruder & Dorfmeister, Patrick Pulsinger, Rodney Hunter, Christopher Just, Makossa oder Electric Indigo setzte europaweit Maßstäbe. Die Dokumentation Out of Vienna von Barbara Weissenbeck und Gerald Benesch (Filmwerkstatt Wien) bringt ein Stück österreichische Musikgeschichte nahe, das noch immer lebendig ist.
