Ein Bub, ein Mädchen und ein Rudel sprechender Hunde versuchen, einen idyllischen Ort vor ungewollten Veränderungen zu bewahren.
Jakob lebt mit seinem Vater in der lettischen Hauptstadt Riga und träumt davon, eines Tages Architekt zu werden, so wie sein vielbeschäftigter Vater. Der Bub liebt es, Gebäude zu malen und detailreiche Pläne von Städten anzufertigen. Auch meint er, festgestellt zu haben, dass seine Zeichnungen oftmals einen fast beängstigenden Einfluss auf die Realität haben, aber bisher hat Jakob es noch nicht gewagt, jemandem davon zu erzählen.
Als der Vater geschäftlich für eine Woche verreist, bleibt der Sohnemann bei dessen Cousine Mimmi und ihrem Vater Eagle, einem ehemaligen Seemann und Piraten, in dem historischem Vorort Maskachka. Jakob ist wenig begeistert davon und malt wütend einen riesigen Wolkenkratzer, der inmitten des kleinen Ortes prangt – und siehe da, seine Zeichnung scheint wahr zu werden: Die Baufirma eines gierigen Geschäftsmannes beginnt, den örtlichen Park zu zerstören, um das höchste Haus der Welt dorthin zu bauen.
Die impulsive Mimmi ist fuchsteufelswild und fest entschlossen, dieses Vorhaben zu stoppen, schließlich befindet sich in dem Park das geliebte Baumhaus, das sie stets mit ihrer bereits verstorbenen Mutter besucht hat – und überhaupt: Niemand braucht einen solchen Klotz in Maskachka! Jakob hilft ihr, zunächst wohl aus schlechtem Gewissen, später jedoch aus eigener Überzeugung. Zur Hilfe kommt ihnen ein Rudel einheimischer Hunde. Hunde, die zu Jakobs Erstaunen sprechen können!
Jakob, Mimmi und die sprechenden Hunde entzückt bereits in den ersten Sekunden mit seiner einzigartigen Optik und dem speziellen Stil. Die Zeichnungen sind schlicht und so detailreich zugleich, dass sie den Charakteren und der Umgebung Leben einhauchen. Satte, erdige Farben erzeugen ein heimeliges Gefühl und helfen damit den Zusehenden, sich in die Fußstapfen der Bewohner zu versetzen.
Der Film von Edmunds Jansons wirft zahlreiche existenzielle Fragen auf: Was bedeutet Lebensqualität? Was ist eine gesunde Lebensumgebung? Was brauchen Kinder, um natürlich heranzuwachsen? Gleichzeitig übt er auch Kritik an unserem kapitalistischen System, ohne allerdings dabei allzu heftig mit dem Zeigefinger zu fuchteln.
