Die Produzent*innen

20 Jahre dok.at | Die Produzent*innen

Vielfalt statt Eintopf

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Die kürzlich gegründete Allianz Die Produzent*innen steht für Diversität, Gleichstellung, Inklusion, Dialog, Respekt und Fairness.

Liebe dok.at! Zu eurem Jubiläum gratulieren wir Euch herzlich! Mit 20 Jahren Aufklärungsarbeit und Veranstaltungen zum Dokumentarfilmschaffen habt Ihr die Wahrnehmung des Dokumentarfilms in diesem Land entscheidend mitgeprägt.

Wir haben uns gegründet, weil wir aus Produzent*innen-Sicht Antworten suchen und Initiativen setzen wollen, die gegenüber einer Tendenz zu wenigen, hoch budgetierten Produktionen der Vielfalt den Vorzug geben.

Auf diese Weise möchten wir die Eigensinnigkeit und Unverwechselbarkeit des österreichischen Films in der Dynamik einer deutschsprachig-globalen Produktionswirtschaft sicherstellen.

Wir setzen uns für einen fairen Zugang zum österreichischen Fördersystem ein, für den Erhalt der Qualitäten dieses Systems und dessen Ausbau dort, wo es für Bedürfnisse verschiedener Genres und neuer Formate sinnvoll ist. Wir engagieren uns für die Erweiterung der Finanzierungsmöglichkeiten, etwa mittels eines Steuermodells – sofern es der Gesamtheit der Branche zugute kommt.

Wir setzen uns für einen breiten und transparenten Zugang zu Ausschreibungen bzw. Beauftragungen von Serien, Fernsehfilmen und anderen Formaten und für aktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Sendern und anderen Distributoren ein.

Wir setzen uns für den Erhalt einer vielfältigen Produktionskultur ein. Besonders im Dokumentarfilmbereich, wo sich Produktionsprozesse nur selten „normieren“ lassen, weil das Schaffen von filmischer Realität oft wenig planbar ist, trägt die Art der Zusammenarbeit von Filmschaffenden und Produzent*innen zur Qualität des Films wesentlich bei.

Wir engagieren uns für Diversität, Gleichstellung, Inklusion, Dialog, Respekt und Fairness und dementsprechende Arbeitsbedingungen, die im Einklang mit Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten der Filmschaffenden stehen.

Film ist ein Wirtschaftsfaktor und schafft in allen Bereichen der Produktions- und Verwertungskette Arbeitsplätze, unabhängig von Firmengröße oder Firmenstruktur. Es braucht daher viele österreichische Produktionen.

Film ist Kulturgut. Er ist ein wesentlicher Teil des kulturellen Gedächtnisses einer Gesellschaft, eine Ressource für Diskurs, der die Auseinandersetzung in ethischen, gesellschaftspolitischen und ästhetischen Belangen sucht – mit einem eigensinnigen Blick auf die Welt. Diesen Zugang schätzt sowohl ein nationales als auch ein internationales Publikum.

Unsere Filme tragen entscheidend zur differenzierten Wahrnehmung Österreichs bei. Es braucht daher viele österreichische Filme.

In diesem Sinn, liebe dok.at: Auf viele erfolg- und erkenntnisreiche Jahre!

Die Produzent*innen

Amour Fou Vienna, Ruth Beckermann Filmproduktion, berg hammer film, Blackbox Film&Medienproduktion, Brix Productions, Extrafilm, FlairFilm, NGF Geyrhalterfilm, Golden Girls Film, Horse & Fruits, KGP Filmproduktion, La Banda Film, Kurt Mayer Film, Metafilm, Mischief Films, Mutterschifffilm, NABIS Filmgroup, Navigator Film, Plan C Filmproduktion, Praherfilm, Raumzeitfilm, Wildart Film, Witcraft Filmproduktion

www.dieproduzentinnen.at