Kinderfilmfestival 2021

Ferien mit Silvester

| Gabriela Seidel-Hollaender |
Aus einem Besuch beim Onkel wird das Abenteuer eines ungleichen Trios. Gewitzt, liebenswert und auch nach dreißig Jahren lange nicht verjährt.

Weil ihre Eltern verreisen, bleibt die siebenjährige Katharina für ein paar Tage bei ihrem alten Onkel Silvester auf dem Land. Er ist ein Eigenbrötler und Himmelsforscher, der Bücher liebt und es nicht gewohnt ist, ständig angesprochen zu werden. Doch die aufgeweckte und wissbegierige Katharina kann den alten Mann nach und nach für sich gewinnen. Gemeinsam finden sie die Hälfte einer alten Schatzkarte aus Silvesters Kindertagen und Katharina beschließt, diesen Schatz zu finden. Die andere Hälfte der Karte hat Silvesters Jugendfreund Egon behalten. Nur ist der vor langer Zeit nach Amerika ausgewandert. Als Katharinas Cousine Veronika mit ihrer Mutter kommt, um sie abzuholen, überredet Katharina sie, länger zu bleiben. Sie finden nicht nur einen jungen Hund, sie treffen auch Egon, der wie durch ein Wunder seit einigen Tagen wieder in seiner alten Heimat ist. Die Freude der beiden Männer über das Wiedersehen ist groß. Zusammen mit den Mädchen machen sie sich auf die Suche nach dem Schatz, den sie vor vielen Jahren versteckt hatten. Ferien mit Silvester ist zu Recht ein Klassiker des österreichischen Kinderfilms. Nicht nur die Annäherung zwischen dem lebendigen Mädchen und dem zurückgezogenen Mann ist herzerwärmend. Auch die kleinen Kuriositäten und wundersamen Koinzidenzen verleihen dem Film einen charmanten Zauber. Und am Ende wird klar: Wer mehr versteht, ist auch in der Lage, mehr zu sehen.