Eine nuancierte, gefühlvolle Erzählung, die die Themen Gender transition, inklusion und junge Liebe gekonnt vermengt
Für die Generation 14+ geeignet ist der australische Film Unsound – Ungehört von Ian Watson. Er konzentriert sich auf Finn, eine gehörlose, stolze junge Frau, die aber ein Junge werden möchte. Mit Unterstützung ihres Vaters betreibt sie ein lokales Zentrum und einen Nachtclub für Gehörlose im Norden von Sydney. Der Club ist einigen Nachbarn ein Dorn im Auge, ironischerweise wegen Lärmbelästigung, aber auch innerhalb der Community gibt es Ärger, da einige von den Mitgliedern keine hörenden Gäste im Club haben wollen. Finn macht sich Sorgen um die Zukunft des Clubs, während sie sich mit ihrer bevorstehenden Geschlechtsumwandlung beschäftigt, und sie braucht romantische Zuneigung. Da lernt sie Noah kennen. Er ist Musiker und eben erst aus England nach Australien zurückgekommen. Zu seiner Mutter hat er ein problematisches Verhätnis. Als sich Finn und Noah erstmals begegnen, unterhalten sie sich über ein Tablet. Die Blicke, die sie wechseln, machen bald klar, dass es zwischen ihnen ein tieferes Verständnis gibt, das keiner Worte bedarf, doch allmählich beginnt Noah, auch Zeichensprache zu lernen.
Unsound – Ungehört ist ein sehr behutsamer und völlig unplakativer Film, der wichtige und gerade für junge Menschen heikle Themen sensibel behandelt. Getragen wird er unter anderem von den darstellerischen Glanzleistungen von Reece Noi als Noah und Yiana Pandelis als Finn.
