Die DVD-Edition „Der österreichische Film“ begeht ein eindrucksvolles Jubiläum.
Als die Wiener Vertriebsfirma/Künstleragentur/Verlag Hoanzl im September 2006 in einem Kaffeehaus die erste Staffel der Reihe DER ÖSTERREICHISCHE FILM | EDITION DER STANDARD vorstellte, ahnte kaum jemand, dass dies der Startschuss zu einer langjährigen Erfolgsgeschichte sein sollte. Ende Dezember 2024 erschien nämlich der bereits 400. DVD-Titel und insgesamt 564. Film. Über die Jahre hat man es sich gemeinsam mit der Tageszeitung „Der Standard“ und dem Filmarchiv Austria zur Aufgabe gemacht, den österreichischen Film in einer umfassenden Kollektion zu präsentieren. Quer durch die Genres, vom Austroblockbuster zum Experimentalfilm, von der Komödie bis zu Morbidem. Das Motto „Kult. Klassiker. Kostbarkeiten.“ könnte passender nicht sein, und auch die Zahlen können sich sehen lassen: 1.750.000 DVDs hat man bislang verkauft, jährlich kommt es zu mehr als 100.000 digitalen Abrufen auf diversen Streaming-Plattformen – Letzteres ein wichtiger Schritt in einer Zeit des digitalen Wandels. Auf der hauseigenen Streamingplattform watchAUT sind viele der Filme sogar global abrufbar.
Gründer Georg Hoanzl anlässlich des Jubiläums: „In dieser Edition wird Österreich gezeigt, wie ich es jedem Land wünschen würde. Dass die Menschen, die dort leben, solche Einblicke in das eigene Land und das kreative Schaffen bekommen, wie es uns möglich gemacht wird und wie wir es uns erarbeitet haben.“
Die aktuelle Staffel (Filme 386–400) ist wieder so abwechslungsreich, wie man es von der Reihe gewohnt ist. Dabei sind etwa, um nur einige zu nennen, Timm Krögers Spielfilm Die Theorie von Allem, der Quantenphysik mit einer Kriminalhandlung in Schwarzweiß kurzschließt; Mit einem Tiger schlafen von Anja Salomonowitz ist eine Hommage an die Künstlerin Maria Lassnig (Birgit Minichmayr); ebenfalls auf wahren Begebenheiten beruht David Wagners Eismayer um einen gefürchteten Bundesheerausbilder, der sich in einen Rekruten verliebt. Mit Das Kind der Donau (1950) hat man den ersten österreichischen Farbfilm überhaupt in die Kollektion aufgenommen, und mit Marcus H. Rosenmüllers Rotzbub: Der Deix Film ist auch ein satirischer Animationsfilm (Stimmen u. a. Roland Düringer, Erwin Steinhauer) dabei. An Dokumentarfilmen herrscht ebenfalls kein Mangel: Nikolaus Geyrhalters Stillstand dokumentiert über einen Zeitraum von zwei Jahren die Corona-Pandemie; 27 Storeys: Alterlaa Forever von Bianca Gleissinger widmet sich dem weltberühmten Wohnpark im 23. Bezirk; Joerg Burgers Archiv der Zukunft wirft einen Blick hinter die Kulissen des NHM. Diese und weitere Filme der Staffel zeugen einmal mehr von der Vielfalt des heimischen Filmschaffens.
