Das Papstamt ist der vielleicht bekannteste Job der Welt – kein Wunder, dass sich bereits eine Vielzahl künstlerisch höchst unterschiedlicher Filme mit dem Pontifex maximus befasst hat. Ein kleiner filmgeschichtlicher Überblick anlässlich der kürzlich erfolgten Papstwahl.
Als Edward Bergers Film Konklave Ende 2024 startete, waren die chronischen gesundheitlichen Probleme von Papst Franziskus zwar schon länger bekannt, aber noch nicht akut. Als der Heilige Vater im Februar wegen einer Lungenentzündung hospitalisiert wurde, gewann die an der Kasse bereits erfolgreiche Romanverfilmung (Vorlage: Robert Harris) nochmals deutlich an Popularität. Und als der Pontifex maximus am 21. April im Alter von 88 Jahren verstarb, war dies für den Film – man verzeihe die blasphemische Formulierung – ein weiterer finanzieller Segen. Die Streamingzahlen von Konklave schnellten derart nach oben, dass es in Deutschland gar einen Video Download Award gab; bis dato spielte Konklave bei einem Budget von 20 Millionen Euro rund 120 Millionen Dollar ein. Religion und schnöder Mammon, der liebe Gott und das liebe Geld: Gar so weit lagen diese Dinge ja ohnehin nie auseinander. Wirtschaftsmagazine schätzen etwa, dass das verwaltete Vermögen der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (APSA) aktuell 2,7 Milliarden beträgt; über weitere 5,4 Milliarden soll die Vatikanbank verfügen. Und während in Europa seit Reformation und Aufklärung (dazu kamen Bevölkerungsrückgang sowie diverse Missbrauchsskandale) die Zahl der Katholiken sank, sind es weltweit immer noch stolze 1,4 Milliarden. Der Erfolg von Konklave ist da also nur ein Indiz für die Faszination und die „soft power“, die offensichtlich weiterhin vom Kirchenstaat und seinen Ritualen ausgeht.
Am 8. Mai stieg wieder einmal weißer Rauch auf – und dass bereits nach einem Tag. Nicht nur die Kürze dieses Konklaves war für so manchen Beobachter überraschend, sondern auch der Umstand, dass die Kardinäle mit Robert Francis Prevost alias Leo XIV. den ersten US-Amerikaner (er besitzt auch die peruanische Staatsbürgerschaft) ins Amt wählten. Dass sich wie so oft keiner der großen Favoriten durchgesetzt hat, ist übrigens ein Aspekt, der sich ebenfalls in Konklave findet (wenngleich Prevost kein gar so krasser Außenseiter war wie Kardinal Benitez im Film). Programmatisch erwarten sich viele einen vergleichsweise liberalen Kurs, wie ihn schon Franziskus eingeschlagen hatte – man wird sehen. Nach der offiziellen Zählung des Vatikans ist Leo XIV. jedenfalls der 267. Nachfolger Petri, und angesichts dieser Zahl ist es auch kein Mirakel, dass es schon viele Päpste auf die Kinoleinwand geschafft haben. Unternehmen wir also einen kleinen, aufgrund der Fülle des Materials naturgemäß unvollständigen Streifzug durch die Filmgeschichte.
Glaubenskriege
Bleiben wir zunächst noch relativ aktuell: Wie viele Filme es dereinst über Leo XIV. geben wird, wird die Zeit zeigen; über den Argentinier Franziskus sind bislang immerhin zwei Kinoarbeiten entstanden. Die erste stammt von Wim Wenders, der sich der Person Bergoglio mit dem Dokumentarfilm Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes (2018) widmete. Darin treffen Exklusiv-Interviews mit Franziskus auf Archivmaterial und eigens inszenierte Sequenzen, die aus dem Leben des Franziskus-Vorbilds Franz von Assisi erzählen. Der Film spielte weltweit rund 8,5 Millionen Dollar ein – für ein solches Projekt durchaus anständig – und hatte global gute Kritiken. Allerdings warf vor allem das deutschsprachige Feuilleton Wenders einen unkritischen Zugang vor; manche deutsche Kritiker schrieben gar von Kitsch und Propaganda. Dass Wenders der Person Bergoglio positiv gegenüberstand, lässt sich dem Film jedenfalls entnehmen.
Fast durchgehend positiv aufgenommen wurde The Two Popes des Brasilianers Fernando Mereilles, der auf dem Stück „The Pope“ von Anthony McCarten basiert (der Autor verfasste auch das Drehbuch). Der Film, der mehrere Treffen Bergoglios (Jonathan Pryce) mit Papst Benedikt XVI. aka Joseph Ratzinger (Anthony Hopkins) schildert, war für viele Preise nominiert und wurde wegen der Hauptdarsteller und der cleveren Dialoge – die fiktional sind, aber überzeugend wirken – gefeiert. Ernste Themen wie sexueller Missbrauch in der Kirche, Glaubenskrisen oder die Bürde des Amtes werden mit unerwartetem Humor kontrastiert. Letzterer trägt auch seinen Teil dazu bei, dass die beiden dogmatisch so unterschiedlichen Männer zueinander finden.
Springen wir ein bisschen zurück in der Geschichte und sehen den Pontifex durch die Augen des Bergfex: Der Abenteuerfilm Condottieri aus dem Jahr 1937 mit Luis Trenker (der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch am Drehbuch mitschrieb und Ko-Regie führte) basiert lose auf historischen Begebenheiten. Trenker gibt den Söldnerführer Herzog Giovanni Lombardo (1498–1526), der im Kriegsdienst von Leo X. und Clemens VII. stand. Obwohl die deutsch-italienische Großproduktion Giovanni als patriotischen Freiheitskämpfer feiert, stieß sich der deutsche Propagandaminister Joseph Goebbels an einer ganz bestimmten Szene: Der Söldnerführer und seine Mannen stürmen zunächst schwertschwingend den Vatikan, erstarren allerdings in Ehrfurcht, als sie zum Papst vordringen. Dieser – von einem überirdischen Lichtstrahl erleuchtet, der sein Ornat zum Glitzern bringt – erhebt sich aus seinem Thron und blickt die Männer nur durchdringend an. Dann segnet er die Schwarzgekleideten mit dem Kreuzzeichen, während auf der Tonspur eine Orgel für überirdische Töne sorgt. Dass die Condottieri in der italienischen Fassung sogar noch vor dem Papst in die Knie gehen, habe Goebbels, der keine religiöse Konkurrenz zum Führer wollte, überhaupt nicht goutiert – der Propagandaminister habe ihn deshalb gar angeschrien, so Trenker (dessen Anekdoten man übrigens mit Vorsicht genießen sollte, schließlich versuchte er unter anderem, ein gefälschtes Eva-Braun-Tagebuch zu verkaufen).
Ebenfalls im 16. Jahrhundert spielt The Agony and the Ecstasy (Carol Reed, 1965). Hier geht es um den Konflikt zwischen Michelangelo Buonarotti (Charlton Heston) und Papst Julius II. (Rex Harrison). Michelangelo soll im Auftrag von Julius die Decke der Sixtinischen Kapelle ausmalen, doch der geniale Künstler zögert, weil er seine Stärken eigentlich nicht in der Malerei sieht. Als er den Auftrag dann doch annimmt – der historische Michelangelo brauchte rund vier Jahre, um die weltberühmten Szenen der Genesis auf 520 Quadratmetern festzuhalten – muss er nicht nur mit eigenen Zweifeln und gesundheitlichen Problemen kämpfen, sondern auch mit der zunehmenden Ungeduld des Papstes. Die Spannungen zwischen dem Künstler und dem Kirchenpolitiker wirken hier wohl auch deshalb so glaubhaft, weil Harrison und Heston sich während des Drehs überhaupt nicht verstanden – was angeblich daran lag, dass Heston lieber Laurence Olivier als Julius gehabt hätte.
In zeitlicher Nähe, nämlich im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert, spielt die Serie The Borgias (2011–2013), die nach einer Idee von Neil Jordan entstand. Das exzellente Ensemble wird von Jeremy Irons angeführt, der den Familienpatriarchen Rodrigo Borgia spielt: Der Vater mehrerer unehelicher Kinder wird durch Bestechung zu Papst Alexander VI. Damit erfüllt sich für den sexuell Umtriebigen zwar ein Traum, doch bringt ihm das Amt auch viele neue Feinde ein. Erotik, Intrigen und Machtpolitik ergeben einen unterhaltsamen Mix, in dem historische Ereignisse auf jede Menge Fiktion treffen. Dass Päpste dereinst Kriege führten und sich fleischlichen Gelüsten hingaben, ist natürlich ein ordentlicher Kontrast zu den Bildern, die man heute mit dem Amt verbindet.
Zu weiteren Produktionen, in denen der Papst nicht unbedingt als positive Figur erscheint und die sich noch dazu besonders kontroverser historischer Themen annehmen, zählen etwa der auf Rolf Hochhuths Stück basierende Der Stellvertreter von Costa-Gavras aus dem Jahr 2002 (hier geht es um die Frage, ob Pius XII. energisch gegen den Nationalsozialismus hätte auftreten sollen; mehr zur filmischen Darstellung dieses Papstes weiter unten) oder Die Bologna-Entführung (2023) von Marco Bellocchio (die Geschichte eines jüdischen Jungen, der unter Piux IX. katholisch erzogen wird; eine Rezension des Films findet sich in „ray“ 10/24).
Werke, die Päpste in einem ausgesprochen schmeichelhaften Licht zeigen sind etwa Il papa buono (Ricky Tognazzi, 2004), in dem Bob Hoskins den Reformer Johannes XXIII. verkörpert oder die Miniserie Pope John Paul II. (2005) mit Cary Elwes als jungem und Jon Voight als älterem Karol Wojtyla. Beide Filme wurden vom Feuilleton als filmisch konventionell beurteilt, aber immerhin für die Leistungen der Darsteller gelobt. Über den „Medienpapst“ Johannes Paul II. (1920–2005), der 1981 ein Attentat überlebte und in seinen letzten Lebensjahren an Parkinson litt („Auch Jesus ist nicht vom Kreuz herabgestiegen“) gibt es mittlerweile schon einige Filme; ebenfalls in seinem Todesjahr entstanden der episch angelegte internationale TV-Film Have No Fear: The Life of Pope John Paul II. mit Thomas Kretschmann in der Titelrolle und der TV-Zweiteiler Karol: A Man Who Became Pope (R: Giacomo Battiato). Für ersteren Film, der die gesamte Lebensspanne Wojtylas abdeckt, gab es großteils schlechte, für zweiteren, der in der Jugend beginnt und bei der Papstwahl endet, eher mittelmäßige Kritiken. Wenn wir schon beim Fernsehen sind: In der kultigen „satirical television puppet show“ Spitting Image (UK 1984–1996) wurde Johannes Paul II. – der mehr Reisen absolvierte als alle seine Vorgänger zusammen und nach der Landung gern das Flugfeld küsste – bevorzugt mit Sonnenbrille und prunkvollem Goldschmuck gezeigt.
Dass Päpste als Schauspieler in Filmen auftauchen, ist eigentlich undenkbar, doch Ernst Marischkas Der veruntreute Himmel (1958; nach dem Roman von Franz Werfel) bettete einen echten Papst immerhin dramaturgisch in die Handlung ein. Das von einer deutschen Firma produzierte und mit vielen österreichischen Stars der Zeit besetzte Drama handelt von der Köchin Teta (Annie Rosar), deren Leben darauf ausgerichtet ist, einen guten Platz im Himmel zu ergattern. Allerdings wurde sie von ihrem Neffen – dem sie jahrelang Geld für eine Priesterausbildung geschickt hat, um so selbst Bonuspunkte beim Herrgott zu sammeln – getäuscht und betrogen. Im Rahmen einer Pilgerfahrt nach Rom erzählt sie einem Kaplan ihre Lebensgeschichte und bereut ihr berechnend-egoistisches Handeln. Bei einer Generalaudienz kniet Teta schließlich vor Pius XII. nieder, der auf der Sedia gestatoria an ihr vorbeigetragen wird, erleidet dabei aber einen Schlaganfall. Im Krankenhaus erfährt sie noch, dass der Papst für sie betet – und ist im Sterben mit dem Glauben versöhnt. Das Besondere an Der veruntreute Himmel ist, dass er in die Spielszenen mit Annie Rosar reale, eigens gedrehte Aufnahmen aus dem Petersdom einfügt, die bei einer der letzten Generalaudienzen von Pius XII. entstanden. Der Film wurde im Sommer 1958 gedreht, Pius – der sich bei der gezeigten Audienz in deutscher Sprache an die Gläubigen aus Österreich richtet und von diesen wie ein Rockstar bejubelt wird – verstarb im Oktober.
Fakt und Fiktion
Mittlerweile gibt es gar nicht so wenige Filme und Serien über fiktive Päpste. Mit schwarzem Humor näherte sich etwa The Pope Must Die (1991, Peter Richardson) dem Amt: Der britische Komiker Robbie Coltrane gibt – sozusagen mit Leib und Seele – einen rebellischen Priester, der durch Zufall ins höchste Amt gewählt wird und sich dort mit der Mafia anlegt. Kritik an Kirche und Amtsmissbrauch wird hier teils mit Brachialhumor präsentiert. Für viele Gläubige im englischsprachigen Raum war der Titel allerdings ein solcher Affront, dass der Film in den USA und Kanada als The Pope Must Diet! herauskam – der vielleicht bestechendste Witz dieser Produktion. Im deutschsprachigen Raum ersparte man sich solcherlei Kontroversen gleich vorn vornherein und brachte das Werk unter dem Titel Ein Papst zum Küssen in die Kinos.
Der Vatikan und die Mafia treffen auch in The Godfather: Part III (1990) aufeinander, wenngleich weitaus ernster: Francis Ford Coppola spielte hier auf die Mordtheorien rund um Johannes Paul I. an, der 1978 nach nur 33 Tagen im Amt verstarb. Im Film wird der vom Italiener Raf Vallone verkörperte Papst vergiftet, weil er mit kriminellen finanziellen Machenschaften im Gottesstaat aufräumen will. Da der Vatikan beim Tod des realen Johannes Paul I. keine Obduktion anordnete, waren solcherlei Spekulationen natürlich Tür und Tor geöffnet.
Der Papst als menschlicher Stellvertreter Gottes ist ja im Grunde eine Figur zwischen Himmel und Erde; die von Paolo Sorrentino kreierte Serie The Young Pope (2016) fängt unter anderem auch diesen Aspekt ein. Zudem wird hier schon das Pontifikat des ersten US-Amerikaners vorweggenommen: Jude Law brilliert als Lenny Belardo, der als Pius XIII. den Vatikan total unter seine Kontrolle bringen will. Seinen Reiz bezieht das Projekt auch daraus, dass der Protagonist meist rätselhaft bleibt – kalt und human, ernsthaft und kindisch, Machtmensch und Heiliger. Das Projekt wurde 2020 fortgesetzt; den neuen Papst (PIus liegt derweil im Koma) gibt hier John Malkovich, der Mix aus Satire und düsteren Themen wurde beibehalten.
Die Tonlagen mischte auch Nanni Morettis Habemus Papam (2011), eine stille Tragikomödie um einen frisch gewählten Papst (Michel Piccoli), der von der Bürde des Amts überfordert ist, seinen Bewachern entwischt und sich in Rom inkognito unters Volk mischt. Viele Kritiker waren damals erstaunt, dass sich gerade Moretti und Piccoli, beide Atheisten, derart einfühlsam mit dem Papst befassten, wiesen aber auch darauf hin, dass sich der Film allgemeingültig lesen lasse: als Studie von Angst, Überlastung und Depression. Die Grundidee ist jedenfalls so gut, dass sie den Film trotz der einen oder anderen Länge trägt. Die deutschen Verleiher fühlten sich übrigens bemüßigt, Habemus Papam mit dem kalauernden Zusatztitel „Ein Papst büxt aus“ zu versehen. Hatte The Young Pope den ersten Amerikaner im Amt „vorausgesehen“, so könnte man Habemus Papam mit seiner Thematisierung von psychischer Belastung ein klein wenig als Vorwegnahme des Rücktritts von Benedikt XVI. im Jahr 2013 sehen.
Ein epischer Film, der sich rückblickend ebenfalls als teilweise prophetisch sehen lässt, ist Michael Andersons Romanverfilmung The Shoes of the Fisherman (1968). Anthony Quinn gibt hier den aus dem Gulag entlassenen Ukrainer Kiril Lakota, der unerwartet zum Papst wird, sich für die Armen einsetzt und schließlich durch die Schenkung des Kirchenvermögens an die Bedürftigen und Hungrigen einen Weltkrieg verhindert. In der Figur des Lakota könnte man sowohl die Vorwegnahme des Polen Johannes Paul II. sehen (der erste Papst aus dem Osten), aber auch Franziskus, der Papst der Armen, ist nicht weit. Der Vorgänger Lakotas in diesem utopischen Politdrama wird von John Gielgud verkörpert.
Ebenfalls von Michael Anderson stammt Pope Joan (1972), die Verfilmung der mittelalterlichen Legende um die weibliche Päpstin Johanna. Obwohl die Titelrolle mit Liv Ullmann besetzt war und in Nebenrollen Stars wie Olivia de Havilland, Franco Nero und Maximilian Schell auftraten, war der Film ein Flop und fiel auch bei der Kritik durch. Verantwortlich dafür wurden später u. a. nervöse Produzenten gemacht, die sich in den Schnitt einmischten. Auch nicht wirklich überzeugend war Sönke Wortmanns Bestsellerverfilmung Pope Joan (Die Päpstin, 2009) mit Johanna Wokalek und John Goodman. Zu konventionell die Inszenierung, zu eindimensional die Figuren.
AMEN
Nach all der Fiktion kommen wir abschließend noch einmal zur sogenannten Realität. So ist es von filmgeschichtlichem Interesse, dass Leo XIII. der erste Papst war, von dem es Filmaufnahmen gibt. Das genaue Jahr und die Urheberschaft der Aufnahmen waren länger umstritten; angegeben werden wahlweise 1896 oder 1898. Leo XIII. segnet in dem Kurzfilm, der sich aus drei Segmenten zusammensetzt und in den Vatikan-Gärten entstand, die Kamera des britisch-amerikanischen Erfinders William K. L. Dickson, der im Auftrag der American Mutoscope and Biograph Company tätig war. Der Vatikan zog die Genehmigung zur Verwendung der Aufnahmen allerdings wieder zurück, nachdem der Film u. a. auf Jahrmärkten und in Varietés gezeigt worden war – für die Kirchenväter damals zu weltlich. Das Material ging schließlich an die Brüder Lumière über, die dann auch fälschlicherweise für die Urheber gehalten wurden. Übrigens war Leo XIII. nicht nur der erste Papst vor der Filmkamera: Er war mit dem Geburtsjahr 1810 zugleich der wohl frühestgeborene Mensch, der auf Film festgehalten wurde.
Welche Filmprojekte sich seinem direkten Namensnachfolger Leo XIV. widmen, wird wie gesagt die Zukunft zeigen – gerade bei einem Amerikaner wäre es aber ein Wunder, wenn Hollywood nicht irgendwann Interesse bekunden würde.
