Der Film Grigris von Regisseur Mahamat-Saleh Haroun ist benannt nach seiner Hauptfigur. Souleymane Démé, genannt Grigris, lebt im Tschad. Seit seiner Geburt leidet er an einem verkrüppelten Bein. Doch dies hindert ihn nicht am Tanzen; in seinem Stamm-Nachtclub ist er bekannt für seine akrobatischen Tanzperformances. Dann aber erkrankt Grigris‘ Stiefvater schwer und muss ins Spital, die Kosten seiner Behandlung sind für seine Mutter nicht mehr zu bezahlen. So beschließt Souleymane, sich einer Bande von Gangstern anzuschließen, die Benzin schmuggeln. Sein Hoffnungsschimmer ist seine Freundin Mimi, eine hübsche junge Frau, die sich durch Prostitution über Wasser hält. Grigris braucht aber so dringend Geld für seinen Stiefvater, dass er beschließt, die Gangster über den Tisch zu ziehen. Doch es dauert nicht lange, da wird der Betrug aufgedeckt, und Mimi und er schweben in Lebensgefahr.
Dieser Film hat nur sehr wenige Worte, der Regisseur konzentriert sich nicht auf gut strukturierte Monologe, sondern auf die wenigen Zeilen, auf die es ankommt. Zwei Welten prallen aufeinander: Auf der einen Seite die Armut und Menschen, die nicht wissen, ob sie am nächsten Tag noch etwas zu essen bekommen, und auf der anderen Seite das fröhliche „Night-life“ in den Clubs und Discos der Innenstadt. Dazwischen zeigt der Regisseur auch die Landschaft des Landes und die menschenleere Einöde.
Der Film macht sehr deutlich, was Menschen zu tun bereit sind, wenn eine geliebte Person in Gefahr schwebt.
