Marilyn Monroe, Diamantschmuck, Herbert Dorfman/Corbis via Getty Images

Buchtipp

Filmische Schmuckstücke im Dorotheum

| Oliver Stangl |
Am 3. Dezember wird im Dorotheum in Wien der Prachtband „Costume Jewelry“ präsentiert.

Die Frage nach der Echtheit von Luxusgütern ist im Zeitalter von Designer-Fakes ein „hot topic“. Zwischen Luxus und Fake gibt es aber noch ein spezielles Segment: Modeschmuck. Diesem widmet sich der großformatige Band „Costume Jewelry“ (Taschen Verlag), dessen Grundlage die umfangreiche Modeschmucksammlung der italienischen Kunstmäzenin Patrizia Sandretto Re Rebaudengo bildet. Ein spannender Aspekt ist die Demokratisierung von Luxus, die mit Modeschmuck einhergeht; dieses „inklusives Gefühl“ war für die Italienerin der Anlass, Stücke aus den USA zu sammeln. Sie begann mit einer Brosche von Trifari­ – dieser Designer brachte als einer der bekanntesten Hersteller neue Stilrichtungen hervor, die sich an europäischem Flair orientierten (dass es große Kunstfertigkeit braucht, um solide gemachte Schmucksteine herzustellen, wusste die „Vogue“ übrigens schon in den 1920ern). Rebellion, Wandel, Avantgarde, Leistbarkeit: Für all dies standen aus Europa in die USA eingewanderte Handwerker wie Anthony Aquilino oder Marcel Boucher. Ein spannender Streifzug durch die Geschichte vor allem New Yorker Modeschmucks, mit dem sich auch Stars von Joan Crawford bis Marilyn Monroe schmückten; historische Bilder treffen auf detaillierte Fotografien von Luciano Romano und fundierte Texte.

Wer nun Lust bekommen hat, kann sich das Buch live ansehen: Petra Lamers-Schütze, Regina Herbst und Philipp Demeter präsentieren am 3. Dezember um 12.30 Uhr das Buch „Costume Jewelry“ im Dorotheum Wien (Dorotheergasse 17, 1010 Wien). Alle sind sind herzlich willkommen und zu einem anschließenden Champagnerempfang eingeladen.