Österreichischer Filmpreis

Regieneulinge im Vormarsch

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Beim Österreichischen Filmpreis tut sich etwas: Mit „Atmen“, „Michael“ und „Inside America“ sind drei Debütfilme nominiert.

Mit sechs Nominierungen ist Atmen von Karl Markovics der große Favorit für die zweite Verleihung des Österreichischen Filmpreises. Der Film, der seit seiner Premiere in Cannes zu mehr als 50 Festivals eingeladen wurde und rund 20 Preise einstreifte, ist u.a. im Rennen um den besten Spielfilm, die beste Regie und das beste Drehbuch. Unmittelbar dahinter rangieren mit je fünf Nominierungen Michael von Casting-Direktor Markus Schleinzer und Elisabeth Scharangs Vielleicht in einem anderen Leben.
Das Jahr der starken Erstlingsfilme in Österreich hat sich mit den Nominierungen für den besten Spielfilm bestätigt. Neben Schleinzer und Markovics ist Max-Ophüls-Preisträgerin Barbara Eder mit Inside America nominiert. Im Rennen um das beste Drehbuch konkurriert Marie Kreutzer für ihren Erstling Die Vaterlosen mit Karl Markovics und Markus Schleinzer, während die beiden sich mit Michael Glawogger (Whores‘ Glory) um den Preis für die beste Regie matchen. Die Nominierungen wurden in 13 Kategorien verkündet.

In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ stehen neben Whores‘ Glory auch Nikolaus Geyrhalters Abendland und Ruth Beckermanns American Passages zur Auswahl.

Im Rennen um die beste Hauptdarstellerin trifft Ursula Strauss (Vielleicht in einem anderen Leben) auf Angela Gregovic (Brand) und Clare-Hope Ashitey (Black Brown White). Als beste männliche Darsteller nominiert sind Thomas Schubert (Atmen), Josef Bierbichler (Brand) und Nicholas Ofczark (Am Ende des Tages).

Die neue Preisskulptur, eine stufenförmige Spirale, wurde von Valie Export gestaltet. Die Verleihung findet am 27. Jänner 2012 in den Wiener Rosenhügelstudios statt.