Der gebürtige Schweizer Robert Frank reiste 1957 durch die USA und machte dabei 28.000 Fotos.83 davon fasste er zu seinem Reportagebuch The Americans zusammen. Sein völlig neuer, eigenständiger Stil machte ihn zum Dokumentaristen einer ganzen Generation und zu einem der einflussreichsten Fotografen des vorigen Jahrhunderts. Nach Franks legendärem Fotobuch benannt ist eine von Peter Weiermair kuratierte Ausstellung der Kunsthalle Wien, die in 13 Bildstrecken amerikanischer Fotografen Zeugnis ablegt über die Aufbrüche, Krisen und Veränderungen der US-Gesellschaft seit den 1940er Jahren. Zu sehen sind Arbeiten von Diane Arbus, Richard Avedon, Larry Clark, Bruce Davidson, Lee Friedlander, Peter Hujar, Helen Levitt, Ryan McGinley, Gordon Parks, Rosalind Solomon, Ed Templeton, Burk Uzzle – und eben Robert Frank. Zu einem Zeitpunkt, zu dem die USA und ihr moralisches Hegemoniebestreben ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, liefert diese Ausstellung einen vielstimmigen Beitrag zur Diskussion.
„Then conquer we must
When our cause it is just
And this be our motto:
„In God is our trust.“
And the star-spangled banner
For ever shall wave
O‘er the land of the free
And the home of the brave!“
Aus: The Star-Spangled Banner
