Cannes Tag 12

Cannes Tag 12

| Thomas Abeltshauser |

ray berichtet aktuell von den 66. Internationen Filmfestspielen von Cannes.

Die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes geht in diesem Jahr an den französischen Beitrag La vie d’Adèle. Die Auszeichnung wurde an den Regisseur Abdellatif Kechiche und seine beiden Hauptdarstellerinnen Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux vergeben. Im diesjährigen Wettbewerb hatten 20 Filme um die Preise konkurriert. Vorsitzender der Jury, der heuer auch Oscar-Preisträger Christoph Waltz angehörte, war der amerikanische Regisseur Steven Spielberg. Kechiche hat mit seinem fast dreistündigen Film ein stark gespieltes Porträt einer jungen Frau vorgelegt. Im Mittelpunkt steht die junge Adèle, die sich in Emma verliebt. Kechiche zeigt, wie die beiden Frauen ein Paar werden und auch, wie sie sich im Laufe der Jahre voneinander entfernen.
Der zweitwichtigste Preis, der Große Preis der Jury, ging an Inside Llewyn Davis von Ethan und Joel Coen. Den Regie-Preis bekam der Mexikaner Amat Escalante für seinen Film Heli. Als beste Schauspielerin wurde Bérénice Bejo für ihre Rolle in Le Passé von Asghar Farhadi ausgezeichnet, als bester Schauspieler wurde der 77-jährige Bruce Dern für seine Rolle in Alexander Paynes Nebraska ausgezeichnet.
Einen weiteren Preis der Jury erhielt Kore-eda Hirokazu für Like Father, Like Son, den für das Beste Drehbuch der großartige chinesische Filmemacher Jia Zhangke für A Touch of Sin. Aus der Flut der weiteren Preise sei noch die Auszeichnung für den unermüdlich an der Aufarbeitung der kambodschanischen Geschichte arbeitenden Rithy Panh in der Reihe Un Certain Regard erwähnt: Sein neuer Film The Missing Picture wurde dort mit dem Hauptpreis ausgezeichnet, und der Preis für den Besten Erstlingsfilm, die Camera d’Or, ging an Ilo Ilo von Anthony Chen aus Singapore.