I’m Not There – The Man Who Was There

I'm Not there – The Man Who Was There

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Ed Lachman, viel gerühmter amerikanischer Director of Photography, zuletzt auch für Ulrich Seidl tätig, hat ray seine Fotos vom Set von „I‘m Not There“ zur Verfügung gestellt – samt seinen persönlichen Anmerkungen. Der tragische Tod von Heath Ledger verleiht ihnen eine zusätzliche mythische Dimension.

Edward Lachman wird am 31. März 1948 in Morristown, New Jersey, geboren. In jungen Jahren ist der Amerika-ner mit deutschen Wurzeln als Kameraassistent, später auch als Director of Photography für die Größen des Neuen Deutschen Films, allen voran Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff tätig. Es folgt eine abwechslungsreiche Karriere, die ihn von Paradebeispielen des Independent-Kinos wie Susan Seidelmans Desperately Seeking Susan (1986) oder Paul Schraders Light Sleeper (1992) auch in den intelligenten Mainstream (Steven Soderberghs Erin Brockovich) führt. Er arbeitet mit Sofia Coppola (The Virgin Suicides, 1999), Andrew Niccol (Sim0ne, 2002) und mit Robert Altman an dessen letztem Film A Prairie Home Companion (2006).

2002 ist er erstmals für Todd Haynes tätig und hat wesentlichen Anteil an der faszinierend detailgetreuen Rekonstruktion der Douglas-Sirk-Melodramen der Fünfziger Jahre – für Far from Heaven wird Lachman auch für den Oscar nominiert. Im selben Jahr entsteht, in Ko-Regie mit Larry Clark, das recht deftige Jugend-Porträt Ken Park, und die Viennale widmet Ed Lachman einen Tribute. Für Ulrich Seidls Import/Export (2007) zeichnet er – neben Wolfgang Thaler – als Director of Photography verantwortlich. „Er ist ein fundierter Filmkenner und ein Besessener, der sein Leben dem Film widmet“, sagt Seidl über Ed Lachman, der auf Grund seiner außergewöhnlichen Leistungen, seiner Liebenswürdigkeit und charismatischen Persönlichkeit so etwas wie ein „Star“ unter den internationalen Kameraleuten ist.