„Ich bin einmal gefragt worden, ob Regisseure denn schreiben können müssten. Ich habe geantwortet, es wäre schon sehr gut, wenn sie wenigstens lesen könnten. Ich bin Regisseur geworden, weil ich mir meine Drehbücher nicht mehr verhunzen lassen wollte.“
Billy Wilder
Den Status des legendären Regisseurs aus der Goldenen Ära Hollywoods hatte er sich bereits zu Lebzeiten längst gesichert. Prominente Regiekollegen wie Volker Schlöndorff oder Cameron Crowe versuchten sich ebenso in literarisch-biografischen Annäherungen an Billy Wilders Leben und Werk wie der Literaturkritiker Hellmuth Karasek. Mit durchaus ambivalenten Resultaten, was angesichts der Bandbreite von Wilders filmischem Schaffen aber auch nicht weiter verwunderlich ist. Umfasst sein Gesamtwerk doch so unterschiedliche Arbeiten wie das Alkoholikerdrama The Lost Weekend, die Abrechnung mit medialer Sensationsgier wie Ace In The Hole, zynische Satiren wie The Fortune Cookie oder Komödienklassiker wie Some Like It Hot. Am 22. Juni wäre Billy Wilders 100 Jahre alt geworden. Das Filmarchiv Austria würdigt ihn mit einer umfassenden Retrospektive, außerdem erscheinen pünktlich zum Jubiläum zwei neue Bücher.
„Der Unterschied zwischen einer Komödie und einer Tragödie ist: Ein Mann läuft eine Straße runter und fällt hin.
Wenn er wieder aufsteht, ist das eine Komödie, die Leute lachen; bleibt er liegen, ist es eine Tragödie.“
Billy Wilder
„It shrinks my liver, doesn’t it? It pickles my kidneys. Yeah. But what does it do to my mind? It tosses the sandbags overboard so the balloon can soar. Suddenly, I’m above the ordinary. I’m competent, supremely competent. I’m walking a tightrope over Niagara Falls. I’m one of the great ones. I’m Michelangelo molding the beard of Moses.
I’m Van Gogh, painting pure sunlight. I’m Horowitz playing the Emperor Concerto. I’m John Barrymore, before the movies got him by the throat.“ Ray Milland als Don Birnam in The Lost Weekend
