Von 22. bis 27. April wird Linz dank des Crossing Europe Filmfestivals zum fünften Mal zur Kinohauptstadt. Wie eine Flipperkugel springt das Programm zwischen Spanien und Litauen, zwischen Irland und dem Kosovo hin und her. Aufregende Stunden für cineastische Pinball Wizards.
Wer glaubt, Europa sei ein verkrusteter alter Kontinent mit geringen Zukunftsperspektiven, der denkt vermutlich an die herrschende Politikerkaste, die alles tut, um den Europäern die Lust auf und den Glauben an eine gemeinsame Zukunft auszutreiben. Doch die Avantgarde ist längst woanders angelangt: In rund 150 Filmbeispielen erweist sich bei Crossing Europe neuerlich, wie lebendig und dynamisch die Menschen auf dieser Seite des Ural denken und gestalten können. Das Festival versammelt wie gewohnt fast durchwegs junge Filmautorinnen und -autoren, die sich ihre eigenen, durchaus kritischen Gedanken zum Thema Europa machen. Dadurch schaffen sie, wovon Politiker halbherzig träumen: einen Kontinent ohne Grenzen. Von Litauen, dessen filmischen Protagonisten der diesjährige Tribute gewidmet ist, über den Kosovo, dessen erstes Filmfestival in Linz zu Gast ist, bis hin zu den Filmen, die sich dem Wettbewerb stellen, vom europäischen Horrorfilm, der die Zuschauer des Nachts aufschrecken wird, bis zu den Erzeugnissen lokaler Künstler, vom Panorama, einer Art Best of Europe, bis zur Darstellung prekärer werdender Arbeitswelten: Die Reise kann beginnen. ray stellt ein paar Highlights aus dem umfangreichen Programm vor.
