King of Queens-Star Kevin James sorgt als verhinderter Polizist im Shopping Center für Ordnung.
„Segway Transporter“ heißt das zweirädrige Fortbewegungsmittel, das die heimliche Hauptrolle in Paul Blart: Mall Cop spielt. Hierzulande noch eher selten zu sichten, ist es in den USA schon seit Jahren ein beliebtes Fortbewegungsmittel, ob als Sightseeing-Gefährt oder beim Golfen. Genau damit braust Kevin James als Securitymann Paul Blart durch die West Orange Shopping Mall. Und ist trotz seines erhöhten Körpergewichts schnell wie ein Wiesel. Eigentlich wollte der gutmütige Tollpatsch zur New Jersey State Police, aufgrund seines Übergewichts leidet er jedoch an Hyperglykämie und fällt in Ohnmacht, wenn er sich nicht regelmäßig Zucker zuführt. Das Ergebnis: Durchgefallen bei der Aufnahmeprüfung und somit zurück zur Security. Einziger Lichtblick in seinem Leben ist Teenager-Tochter Maya – die mexikanische Mutter ist schon vor Jahren abgehauen, wollte durch die Hochzeit nur an die Staatsbürgerschaft.
Mit dem Segway-Gefährt zieht Paul seine Runden durch das Einkaufszentrum und verliebt sich in Perückenverkäuferin Amy. Doch seine Traumfrau scheint unerreichbar, bis Paul die Chance bekommt sich als Held zu beweisen. Während seiner Schicht stürmt eine Gruppe Bankräuber das Shopping-Center und nimmt Amy und seine Tochter als Geiseln. Beherzt greift Paul im Alleingang ein und versucht sich als Super-Cop. Kevin James, Star der höchst erfolgreichen Fernsehserie King of Queens hat gemeinsam mit Nick Bakay das Drehbuch geschrieben. Der war auch schon als Produzent, Darsteller und Co-Autor bei der Kult-Sitcom dabei. Von spitzen Pointen und schrägem Alltagsleben ist bei Paul Blart: Mall Cop wenig zu finden. Der Plot wirkt konstruiert und vorhersehbar, Charaktere werden zu offensichtlich und plump nur für noch folgende dramaturgische Zwecke in die Geschichte eingeführt, gängige Klischees werden prompt bedient. Zwar werden dabei die unter der US-amerikanischen Bevölkerung weit verbreiteten Gewichtsprobleme zu ironisieren versucht, was aber leider nur sehr bedingt funktioniert. Der Trailer zeigt schon die besten Pointen, was zwar werbewirksam sein mag, bei der Rezeption des Films aber eine enttäuschende Wirkung zur Folge hat. Zumindest rettet Kevin James den Film vor einem Desaster. Er kann in seiner Rolle als liebenswürdiger Gut-Mensch, der sich selbst im Weg steht, überzeugen. Schließlich heißt es „Ende gut alles gut“ – als Retter und Held hält Paul seine Traumfrau Amy im Arm und die Tochter bekommt eine hübsche Barbie-Mutter. Die Welt ist also doch gerecht.
