Von großen Träumen in weiter Steppe: Ein Drama voller Hoffnung
Der 12-jährige Amra (Bat-Ireedui Batmunkh), der mit seiner Familie als Nomade in der mongolischen Steppe lebt, träumt von einem glamouröseren Leben. Sein größter Wunsch ist es, an einem Musikwettbewerb im Fernsehen teilzunehmen und dort vor Millionen von Zuschauern sein Gesangstalent unter Beweis zu stellen. Als sein Vater tödlich verunglückt, versucht er, die Rolle seines Vaters innerhalb der Familie einzunehmen und mit der Goldsuche sein Glück zu finden. Die deutsch-mongolische Koproduktion Die Adern der Welt (ab 9) spielt in einem sehr ungewöhnlichen Setting und besticht mit Charakteren, die zwischen ihrer traditionellen Welt und der global vernetzten Welt hin- und herpendeln. Wobei sie immer wieder darauf achten müssen, dass sie sich selbst nicht verlieren. Mit ihrer bedachten Erzählweise gelingt es der Regisseurin Byambasuren Davaa, die Diskrepanz dieser beiden Welten aufzuzeigen, ohne ins Klischee abzudriften oder die beiden Welten simpel zu bewerten. Dank der Panoramaaufnahmen, die unser immer wieder zurück in die Weite der Natur ziehen, mutet der Film in manchen Momenten gar magisch an. Eine Magie, die wir nur in der Verbundenheit mit der Natur wiederfinden können und die sich durchaus mit der Moderne verträgt. Wir müssen es nur zulassen und die Welt und das Leben wieder mit den Augen der Kinder sehen. Als Geschenke, die wir ehren sollten.
