H steht für Happiness

Kinderfilmfestival 2021

H steht für Happiness

| Gabriela Seidel-Hollaender |
Achtung, hier kommt Candice. Und sie wird nicht locker lassen, bis es dir besser geht. Ein herrlich ungewöhnlicherFilm über die Kraft des positiven, erfrischend und tragikomisch.

Im Mittelpunkt der australischen Produktion H steht für Happiness von John Sheedy (ab 9) steht das Mädchen Candice (ganz wunderbar und charmant besetzt mit Daisy Axon). Sie hat es sich im Rahmen eines Schulprojekts zur Aufgabe gemacht, die Menschen in ihrem Umfeld glücklich zu machen. Das ist alles andere als leicht, denn ihre Eltern trauern seit Jahren um Candices kleine Schwester Sky, die an plötzlichem Kindstod gestorben ist. Besonders ihre Mutter ist depressiv. Auch ihr Vater, der sich zudem mit seinem Bruder zerstritten hat, klebt unglücklich an seinem Computer und glaubt, mit intensiver Arbeit über sein Unglück hinwegzukommen. Und auch Candices neuer Tischnachbar in der Schule, Douglas Benson, kann sich nicht als der akzeptieren, der er ist. Er ist fest davon überzeugt, aus einer anderen Dimension zu stammen, und begibt sich selbst in Gefahr, um zu dieser zurückzukehren. Mit Leidenschaft, Charme und Hartnäckigkeit versucht Candice, ihr Ziel zu erreichen und den Menschen um sich herum zu deren Glück zu verhelfen.

Ein Film, der komisch, bunt und wunderbar schräg ist. Die besondere Qualität liegt darin, dass es Regisseur John Sheedy und seinem Team gelingt, den skurrilen Grundton des Films mit einer darunterliegenden tiefen Tragik und dem glaubhaften Schmerz der Figuren zu verbinden und diese am Ende mit Hilfe von Warmherzigkeit und Poesie doch noch aufzulösen.