Vielseitiger denn je präsentiert das International Film Festival Innsbruck (6. bis 11. Juni) seinem Publikum Kino zum Staunen und Nachdenken.
Das International Film Festival Innsbruck präsentiert in seiner 32. Ausgabe vielleicht die größte Bandbreite an internationaler Filmkunst bisher: Vom 6. bis 11. Juni werden rund 70 Filme unterschiedlichster Façon zu sehen sein, wobei sich zu den bereits etablierten Spielfilm-, Dokumentarfilm- und Jugendfilmwettbewerben heuer erstmals ein Kurzfilmwettbewerb gesellt, der vom Zentrum für Migrant:innen in Tirol vergeben wird. Im Leokino sowie im Cinematograph eröffnet sich in der Alpenstadt Innsbruck, auch dank zahlreicher Film-Gäste, ein Raum für globale Diskurse, Vernetzung und eine Feier filmischen Schaffens abseits des Mainstreams.
„WE ARE NOT ALONE!“ lautet das große thematische Motto des 32. IFFI. Während sich die gleichnamige Retrospektive vorwiegend in experimentellen und künstlerisch-wissenschaftlichen Formen der nicht-menschlichen Welt und ihren Handelnden widmet, zieht sich das Leitmotiv auch durch die anderen Sektionen; hier großteils anhand der Frage nach Ressourcen-Abbau, Ausbeutung und Verteilung von Boden(schätzen) sowie den damit einhergehenden sozialen Ungerechtigkeiten. Für die vielen neue(re)n Werke, die noch nie oder noch kaum in Österreich gezeigt wurden, seien hier stellvertretend einige genannt: Die großartige Halbfiktion in der brasilianischen Favela Sol Nascente Mato Seco em Chamas (R: Adirley Queirós, Joana Pimenta), die hypnotischen Streifzüge Olhe Bem As Montanhas und É Noite na América von Ana Vaz, das radikale Porträt von Minenarbeit Eldorado XXI (R: Salomé Lamas), die gewitzte antikoloniale Anklage Coltan Fieber: Connecting People (R: Jan-Christoph Gockel) oder die faszinierende Observation Or de Vie (R: Boubacar Sangaré). Wunderbar diverse Abwechslung bieten wie gewohnt die „Weltweiten Visionen“: Von schräger Art-Comedy (A Vida São Dois Dias; R: Leonardo Mouramateus) über Arbeiten von Sergei Loznitsa (The Kiev Trial; The Natural History of Destruction) bis zum neuen Shorts-Programm „Was noch kommt“.
