Die Viennale 2025 feiert Mut, Vielfalt und filmische Visionen
Die Viennale 2025, Österreichs größtes Filmfestival, bot auch heuer ein eindrucksvolles Panorama des zeitgenössischen Kinos. Zwischen gesellschaftspolitischer Relevanz, künstlerischer Innovation und filmischer Leidenschaft präsentierte das Festival von 16. bis 28. Oktober sowohl internationale Entdeckungen als auch herausragende heimische Produktionen.
Mit den diesjährigen Preisen – die exemplarisch für die Lebendigkeit der österreichischen Filmszene stehen – feiert die Viennale nicht nur künstlerische Exzellenz, sondern auch die Vielfalt des österreichischen Films. Der Wiener Filmpreis und der Erste Bank Filmpreis bilden dabei zwei komplementäre Säulen: der eine als traditionsreiche Auszeichnung für herausragende heimische Produktionen, der andere als Zeichen lebendiger kultureller Förderung und Experimentierfreude unter dem Motto „Vermehrt Schönes!“
Der Wiener Filmpreis, gestiftet von der Stadt Wien, ging heuer an PERLA von Alexandra Makarová. Die Jury lobte das Werk als meisterhaft inszenierten Film, der Identität, Mutterschaft und politische Unterdrückung auf berührende Weise miteinander verbindet – ein facettenreiches Drama, das sich zu einem intensiven Porträt weiblicher Stärke entwickelt. Den Spezialpreis der Jury erhielt GIRLS & GODS von Arash T. Riahi und Verena Soltiz, ein dokumentarischer Film über die Beziehung zwischen Feminismus und Religion, der durch seine Offenheit und Energie beeindruckt.
Der Erste Bank Filmpreis „Vermehrt Schönes!“, der die künstlerische Freiheit und formale Innovationskraft des Kinos feiert, wurde an WHITE SNAIL von Elsa Kremser und Levin Peter sowie ROJO ŽALIA BLAU von Viktoria Schmid vergeben. WHITE SNAIL überzeugte die Jury durch seine sensible Inszenierung und poetische Bildsprache. In einer Welt zwischen Kälte und Zärtlichkeit entsteht eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die Kontraste und Verletzlichkeit in kraftvolle Bilder fasst. ROJO ŽALIA BLAU wiederum begeisterte durch seine experimentelle visuelle Technik und wurde als filmische Meditation über Farbe, Bewegung und Zeit gewürdigt. Beide Filme stehen beispielhaft für das Anliegen der Erste Bank, mutige filmische Positionen sichtbar zu machen und ästhetische Experimente zu fördern.
Über den Wettbewerb hinaus unterstrich die Erste Bank auch in diesem Jahr ihr Engagement für Filmkultur mit zwei besonderen Initiativen: Bei der Filmmatinee der Erste Bank verband sich ein Stummfilmklassiker von John Ford mit Live-Avantgarde-Musik in Kooperation mit Wien Modern – ein eindrucksvolles Erlebnis, das Kino und Musik neu zusammendachte. Zudem demonstrierte das erstmals veranstaltete Spezialscreening für junges Publikum mit dem Animationsfilm ARCO (Regie: Ugo Bienvenu), dass sich die Begeisterung für Filmkunst schon bei den Jüngsten entfachen lässt.
