Lars von Trier und Susanne Bier beim Europäischen Filmpreis ausgezeichnet.
Noch beim Filmfestival in Cannes im Mai war Lars von Trier der Buhmann gewesen: Sein missglückter Nazi-„Scherz“ hatte bekanntlich dazu geführt, dass sein Film Melancholia aus dem Wettbewerb genommen wurde. Bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises am Samstag in Berlin war man da nicht so heikel, und Von Triers Endzeitvision wurde als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet. Dazu gab es noch Preise für die beste Kamera und das beste Production Design. Auch der Regiepreis ging nach Dänemark, und Susanne Bier (In einer besseren Welt) holte ihn tatsächlich auch ab – im Unterschied zu Von Trier und den ausgezeichneten HauptdarstellerInnen Colin Firth (The King’s Speech) und Tilda Swinton (We Need to Talk About Kevin). Auszeichnungen für ihr Lebenswerk erhielten Stephen Frears und der 86-jährige Michel Piccoli, der als Eben-nicht-Papst in Nanni Morettis Habemus Papam noch einmal für einen Höhepunkt in seiner großartigen Karriere sorgte. Wim Wenders’ Pina (in 3D gedreht) wurde zum besten Dokumentarfilm gekürt. Die Österreicher (Markus Schleinzer, Karl Markovics und Josef Dabernig) gingen diesmal leer aus.
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