Das Stadtkino Basel mit seiner zusätzlichen Spielstelle Landkino in Liestal zählt zu den wichtigsten Programmkinos der Schweiz. Das Kino am Basler Theaterplatz versteht Film als Kunstform und präsentiert in monatlich wechselnden Reihen dessen Geschichte und Gegenwart und sucht nach Zeichen der Zukunft in den Werken herausragender zeitgenössischer Filmemacher. Heute zeigt das Stadtkino Basel an sechs Tagen pro Woche jährlich rund 300 Filme in insgesamt circa 800 Vorstellungen. Auch zu historischen und kulturellen Themen werden immer wieder Filmreihen zusammengestellt.
Die Geschichte des Kinos reicht weit zurück. Mit dem Gründungsjahr 1931 ist der Verein Le Bon Film der älteste noch aktive Filmclub der Schweiz. Wegweisende frühe Initiativen des Vereins waren unter anderem die Gründung der Basler Filmarchive (1943), deren Bestände die Grundlage für die heutige Cinémathèque Suisse bilden, und die Durchführung der renommierten Basler Filmwochen (1939–1945), eines der ersten internationalen Festivals überhaupt. Bevor er über einen eigenen Kinosaal verfügte, veranstaltete der Verein Vorführungen im Basler Kino Camera. Diese waren zunächst ausschließlich für Mitglieder, ab 1982 auch öffentlich zugänglich.
1998 wurde schließlich das Stadtkino Basel eröffnet. Mit seinen 99 Plätzen ist es – ähnlich dem Österreichischen Filmmuseum – als „Black Box“ konzipiert: Der ganz in Schwarz gehaltene Saal fokussiert auf die Leinwand als Ort des Geschehens. 2007 wurde das Foyer erneuert und um eine einladende Bar erweitert. Von 28. Mai bis 1. Juni ist das Stadtkino zum vierten Mal Festivalzentrum des Basler Autorenfilmfestivals Bildrausch.
