Verschollen im Dschungel werden Überlebende einer Flugzeugkatastrophe von Terroristen attackiert.
Der patriotische Schotte Brodie Terrance (Gerard Butler) ist kein gewöhnlicher Flugkapitän. Er zeichnet sich durch ein übermäßig entwickeltes Verantwortungsbewusstsein aus, verliert auch in lebensgefährlichen Stress-Situationen nicht die Nerven, ringt renitente Passagiere auch schon einmal im Schwitzkasten nieder und bricht bei Bedarf Schurken mit bloßen Armen das Genick. Bei Verhandlungen mit mörderischen Rebellen beweist er Todesmut und Opferbereitschaft.
Der charismatische Hauptdarsteller Butler nimmt einen durch sein sympathisches Aussehen und menschlich glaubhaftes, souveränes Auftreten einmal entschlossen zupackend, aber auch emotional verletzlich von Beginn an für sich ein. Sein muskelbepackter Filmpartner Mike Colter, bekannt als Titelheld der Marvel-TV-Serie Luke Cage, beeindruckt allein schon durch seine physische Präsenz. Er spielt einen unter Mordanklage stehenden ehemaligen Fremdenlegionär, der Terrance mit seiner Kampferfahrung beisteht beim Bemühen, vierzehn Flugpassagiere aus der Gewalt von Geiselnehmern zu befreien, nachdem der Pilot in Folge eines Blitz-einschlages auf der südphilippinischen Insel Jolo gedreht wurde in Puerto Rico notlanden musste.
Das zwischen Borneo und Mindanao im südchinesischen Meer gelegene Eiland war lange Hauptquartier der Abu Sayyaf, eine seit Anfang der neunziger Jahre bestehende radikale Splittergruppe innerhalb der islamischen Separatistenbewegung im Südwesten der Philippinen. Auf ihr Konto gehen Schutz- und Lösegelderpressung, Mord- und Bombenanschläge, die zahlreiche Todesopfer forderten. Die Entführung der Familie Wallert anno 2000 sorgte auch im deutschsprachigen Raum für Schlagzeilen. Die ohne zentrale Führung operierenden Extremisten dienen als Vorbild für die brutalen Kidnapper im Film, wo die religiösen Motive und politischen Ziele allerdings unerwähnt bleiben.
Plane bietet schnörkellos und spannend inszeniertes Action-Entertainment mit solide strukturierter Handlung, furios in Szene gesetzten und schnitttechnisch kohärent montierten Feuergefechten sowie knallharten Keilereien. Kameramann Brendan Galvin konnte seine Erfahrungen von Rambo: Last Blood (2019) einbringen. Szenen im Flugzeug vor und während eines Absturzes hatte er schon 2004 bei der Neuverfilmung von Robert Aldrichs Klassiker The Flight of the Phoenix aus dem Jahr 1965 fotografiert.
