Bei der festlichen Preisverleihung der Diagonale’16 wurden am Samstag im Orpheum Graz 17 Filmpreise vergeben, darunter die mit je € 21.000 dotierten Großen Preise des Landes Steiermark für den besten österreichischen Kinospielfilm bzw. Kinodokumentarfilm.
Als bester österreichischer Spielfilm wurde Die Geträumten von Ruth Beckermann ausgezeichnet – „eine Dramaturgie von Intimität und inszenierter Vortragssituation, von Text, Körper, Gesicht und Raum, Sprechen und Zuhören“, so die Jury in ihrer Begründung. Ruth Beckermann ist damit die erste Filmemacherin, die den Großen Diagonale-Preis sowohl in der Kategorie Dokumentarfilm (2014 für Those who go Those who stay) als auch in der Kategorie Spielfilm gewinnt.
„Der Mut dieses klugen Filmes liegt in seiner Schlichtheit“: Sigmund Steiners sensibles Väter-Söhne-Porträt Holz Erde Fleisch – laut Jury „ein Film voller Zärtlichkeit, der von Leben und Tod, Herkunft und Zukunft handelt“ –, gewann den Großen Diagonale-Preis Dokumentarfilm. Der Preis Innovatives Kino der Stadt Graz geht an Josef – Täterprofil meines Vaters von Antoinette Zwirchmayr für seine „poetisch-verschlüsselte und geheimnisvolle Ästhetik an der Grenze von Dokumentarfilm und bildender Kunst“. Für Zwirchmayr ist es die bereits zweite Auszeichnung nach 2014 (Diagonale-Preis Kurzdokumentarfilm für Der Zuhälter und seine Trophäen).
Die diesjährigen Diagonale-Schauspielpreise in Kooperation mit der VdFS gehen an Ursula Strauss für ihre Rolle im Eröffnungsfilm Maikäfer flieg und an Erwin Steinhauer für seinen Auftritt in Thank You for Bombing. Insgesamt wurden im Rahmen der Diagonale Preise im Wert von rund € 165.000 vergeben. Eine genaue Auflistung aller Filmpreise findet sich unter www.diagonale.at/festival/preise.
