Eine raumeinnehmende Animation von Rana Hamadeh in der Wiener Secession.
Rana Hamadeh wurde im Libanon geboren und lebt und arbeitet in den Niederlanden. Sie beschäftigt sich in ihrem interdisziplinären Werk mit epistemologischen und technologischen Strukturen von Recht und Gerechtigkeit. Wie schon ihr letztes Großprojekt „The Ten Murders of Josephine“ ist ihr aktuelles Schaffen von Prozess und Iteration gekennzeichnet. „The Destiny Project“ erforscht „Produktion, Konsumtion, Zirkulation und Artikulation von Begehren im zeitgenössischen globalen öffentlichen Diskurs“. In der Secession läuft als Teil dieses Arbeits-Kontexts Hamadehs Standard_Deviation. Der Animationsfilm dekonstruiert Sophokles’ Ödipus-Tragödie in Gaming-Ästhetik und fantastischen Bildern zu einer sich stetig weiterentwickelnden Untersuchung dramatischer Konstrukte der Tragödie als „Ausdauertechnologie“. In Begleitung einer Sechs-Kanal-Komposition bedenkt die Künstlerin so die sprachlichen, rechtlichen und theatralischen Ursprünge, die unsere zeitgenössischen Überlegungen und Verständnisse von Gerechtigkeit immer noch mitprägen.
Zu hören und sehen – zu erleben – ist Standard_Deviation“ vom 17. September bis zum 7. November. Die Eröffnung ist am 16. September von 19 bis 21 Uhr, ebenso die der Ausstellungen von Danh Vo und Carlos Bunga.
