Heiß ersehnte Langfilm-Adaption eines vielgeliebten und äußerst erfolgreichen Shonen-Manga
Die Erinnerung an den großen Bruder ist immer da: an das letzte Basketball-Spiel, das sie miteinander spielten, und daran, dass Ryota dem drei Jahre älteren Sota Verwünschungen hinterher rief, als der mit seinen Freunden zum Fischen aufbrach statt weiterzuspielen. Von diesem Ausflug kam der Bruder nicht mehr zurück, damit folgte auf den Verlust des Vaters nun auch noch der des Sohnes und Bruders; und der Mutter erschien die Last des Schmerzes schier unterträglich – seither wird viel geschwiegen und verdrängt in der Familie Miyagi. In Folge tritt Ryota in die Fußstapfen Sotas, dem eine glänzende Karriere als Basketballspieler vorhergesagt war, und nimmt sich vor, dessen Traum zu erfüllen. Es hapert bei ihm allerdings nicht nur an der Körpergröße, sondern vor allem am Selbstvertrauen. Dennoch landet er schließlich im Team der Shohoku Highschool, einem zusammengewürfelten Haufen aus Außenseitern, Nerds und Tunichtguten, die betreut werden von einem Trainer, der über Umfang und Phlegma einer Kröte verfügt, oder doch wohl eher über die Weisheit des Buddha.
The First Slam Dunk, produziert von Toei Animation und DandeLion Animation Studio, wurde geschrieben und inszeniert von Inoue Takehiko, zugleich Schöpfer der Vorlage, des von Oktober 1990 bis Juni 1996 erschienenen Shonen-Manga „Slam Dunk“, d. h. einer speziell an heranwachsende Jungs gerichteten Comic-Erzählung, sowie einer der erfolgreichsten Manga-Serien überhaupt. 1993 bis 1996 in Form einer Fernsehserie adaptiert und in den Jahren 1994/1995 in Gestalt von vier kürzeren Direct-to-Video-Animes veröffentlicht, folgt nun endlich die lang ersehnte Kinofilm-Version des Klassikers, die sich seit ihrer Premiere 2022 zu einem veritablen Kassenschlager entwickelt.
Beim Einsetzen der Handlung ist Ryota siebzehn Jahre alt und Team Shohoku steht im alles entscheidenden Endspiel eines Schulturniers gegen die als unbesiegbar geltenden Champions von der Sannoh Kogyo Highschool. Und während das Ballspiel dank Motion-Capture-Verfahren und 3D-Animation seinen hochdynamischen und äußerst spannenden Verlauf nimmt, erfahren wir aus in traditionell handgemalter Technik gehaltenen Rückblenden mehr über Charakter und Werdegang von Ryotas Mitspielern. Vor unseren staunenden Augen entsteht sodann aus einem Haufen mit sich selbst beschäftigter Einzelgänger eine mit- und füreinander kämpfende Einheit. Ein einmal ganz anderer Sportfilm, der doch keine Wünsche offen lässt.
