Am 29. April wird die Verleihung des LUX-Publikumspreises live im Cinema Paradiso in Baden übertragen. Zusätzlich gibt es ein Screening des Gewinnerfilms und eine Diskussion.
2020 tat sich das EU-Parlament mit der Europäischen Filmakademie zusammen: Gemeinsam führte man den LUX-Publikumspreis ein. Aus fünf nominierten Filmen können seit damals sowohl EU-Parlamentsabgeordnete als auch die Öffentlichkeit online abstimmen (2024 wurde etwa der deutsche Oscar-Kandidat Das Lehrerzimmer prämiert). Die Preisverleihung findet einmal jährlich im EU-Parlament in Brüssel statt. So soll europäisches Gegenwartskino gefeiert und zudem stärker ins Scheinwerferlicht gerückt werden.
Heuer sind fünf höchst unterschiedliche Werke im Rennen: Flow (der tierische Animationsfilm von Gints Zilbalodis, der die Post-Apokalypse thematisiert, gilt als Favorit und hat heuer bereits einen Oscar erhalten), Animal (Sofia Exarchou inszeniert Gesellschaftskritik anhand eines griechischen All-inclusive-Clubs; unter den produzierenden Ländern ist u. a. Österreich, Sänger/Schauspieler Voodoo Jürgens spielt eine Nebenrolle), Dahomey (Mati Diops Dokumentarfilm über Kunstrestitution), Intercepted (eine Dokumentation von Oksana Karpovych über Hintergründe des Ukrainekriegs) und Julie Keeps Quiet (Leonardo van Dijls Drama behandelt unschöne Mechanismen des Profisports).
Österreichische Cineasten konnten sich die Filme in den letzten Monaten in diversen Programmkinos ansehen, und zwar bei freiem Eintritt im Rahmen der „LUX Filmtage“. Am 29. April findet nun die Preisverleihung im EU-Parlament in Brüssel statt, und wer hierzulande dabei sein möchte, sollte sich an diesem Tag ins Cinema Paradiso Baden begeben. Dort wird zunächst die Preisverleihung live übertragen, danach folgt ein Screening des frischgebackenen Preisträgerfilms. Zum Abschluss gibt es eine Diskussionsrunde zum europäischen Film: „ray“-Redakteur Oliver Stangl diskutiert mit Mercedes Echerer (Schauspielerin, Mitglied des EU-Parlaments a. D.), Alexander Syllaba (Geschäftsführer Cinema Paradiso), Isabelle Welter (Filmproduzentin) und Frank Piplat (Verbindungsbüro des EU-Parlaments in Österreich).
Anmeldungen sind noch in den nächsten Tagen unter office@eu-xxl.at möglich.
