Robert Downey Jr. scheint mit 52 auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere angelangt zu sein. In wenigen Wochen kommt der Mann, der zum Wirtschaftsfaktor wurde, mit der Comicverfilmung „Spider-Man: Homecoming“ in die Kinos, in der er erneut die Rolle des Tony „Iron Man“ Stark gibt. Ein guter Zeitpunkt, um auf die schillernde Filmografie eines vielseitigen Schauspielers und begnadeten Entertainers zurückzublicken.
Sein Durchbruch ist auch schon wieder 30 Jahre her – und der gelang ihm paradoxerweise mit einer Rolle in einer verunglückten Literaturadaption: In Mark Kanievskas Brett-Easton-Ellis-Verfilmung Less Than Zero (1987) spielte Robert Downey Jr. die Rolle des kokainsüchtigen Julian. Während der Roman den Nerv der Zeit traf und mit seiner Beschreibung einer nihilistisch-vergnügungssüchtigen Generation Aufsehen erregte, verfiel der Film selbst jenem oberflächlichen Hochglanz-Gestus, den er zu kritisieren vorgab – trotz der Kameraführung Ed Lachmans. Einziger einhelliger Gegenstand positiver Kritiken war Nebendarsteller Downey Jr., der auf manchen DVD-Editionen des Films heute prominenter abgebildet ist als die eigentlichen Hauptdarsteller Andrew McCarthy und Jami Gertz. Es ist eine ungeheuer sensible Performance, die David Denby im Magazin „New York“ beim Kinostart wie folgt charakterisierte: „In many ways, Less than Zero is a cynical, manipulative job. Yet, the movie has something great in it, something that could legitimately move teenagers (or anyone else): Robert Downey Jr. as the disintegrating Julian, a performance in which beautiful exuberance gives way horrifying to a sudden, startled sadness.“ Ironischerweise wirkt Downeys Darstellung im Rückblick noch authentischer – und zwar durch den Umstand, dass Rolle und Leben durch das Thema Drogensucht Parallelen aufwiesen.
Robert John Downey Jr., am 4. April 1965 in Manhattan zur Welt gekommen, wurden Schauspiel und Showbusines in die Wiege gelegt: Vater Robert Downey Sr., der über jüdische und irische Wurzeln verfügt ist Schauspieler und Regisseur, die 2014 verstorbene Mutter Elsie Ann (in deren Stammbaum sich schottische, deutsche und schweizerische Vorfahren finden) war Schauspielerin. Aufgewachsen im Künstlerviertel Greenwich Village machte Downey zunächst mit kleinen Theaterrollen von sich reden und war auch kurz bei der legendären Fernseh-Comedy Saturday Night Live dabei. Als Randmitglied des „Brat Pack“, dem Schauspieler wie Emilio Estevez, Rob Lowe oder Demi Moore angehörten, zeigte Downey Jr. in romantischen Komödien wie James Tobacks The Pick-up Artist (1987) sein komödiantisches Talent, ehe er mit Less Than Zero auch als ernsthafter Mime anerkannt wurde. In den folgenden Jahren konnte man den Schauspieler in Filmen wechselnder Qualität sehen: Während er etwa in Joseph Rubens Justizdrama True Believer (1989) als idealistischer Assistent eines unkonventionellen Anwalts (James Woods) überzeugte, gab ihm das Drehbuch zu Roger Spottiswoodes Vietnam-Actionkomödie Air America (1990) – ein Vehikel für Mel Gibson, mit dem er sich während der Dreharbeiten befreundete – eher nicht viel zu tun gab.
Up and Downey
Der große Durchbruch kam 1992 mit der Oscarnominierung für Chaplin: Richard Attenboroughs zweieinhalbstündiges Epos um den wohl berühmtesten Komiker der Filmgeschichte mag zwar nicht besonders innovativ sein – Rahmenhandlung mit Reporter inklusive – aber Downeys Performance trägt den Film. Er spielt das Filmgenie Chaplin von jungen Jahren bis ins hohe Alter überzeugend und bekommt Chaplins Manierismen derart perfekt hin, dass es unheimlich ist. Hier zeigte sich auch, welche Energie und Akribie der Schauspieler in seine Rollen legt: Downey lernte für diesen Film unter anderem das Violinspiel und linkshändiges Tennis. In der Rolle des Charles Spencer Chaplin ist bereits alles da, was Downeys Stärke bis heute ausmacht: Charismatische Showmanqualitäten, die das Publikum zu fesseln vermögen und die Fähigkeit, tragische Aspekte ebenso zu vermitteln wie Humor.
In den nächsten Jahren arbeitete Downey mit renommierten US-Regisseuren wie Robert Altman – in dessen meisterlichem Ensemblefilm Short Cuts er eine herrliche Performance als durchgeknallter, sexbesessener Maskenbilder hinlegte – oder Oliver Stone (in Natural Born Killers gelang ihm eine beängstigend gute Karikatur eines sensationsgeilen Medienmannes), unternahm aber auch Ausflüge nach Europa: In Richard Loncraines Faschismus-Parabel Richard III (1995) demonstrierte er in der Rolle des Rivers, dass ihm auch Shakespeare liegt, was bei (US-)Filmschauspielern ja nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist. Hier machten sich die Anfänge beim Theater bezahlt. Die Filmemacher standen ob seiner Wandlungsfähigkeit Schlange bei Downey, dessen Karriere Mitte der neunziger Jahre trotz zwei oder drei mittlerweile fast vergessener Projekte (Hauptrolle in Norman Jewisons harmlos-leichtfüßiger „rom com“ Only You, 1994; Teil des Ensembles in Jodie Fosters durchwachsener Familien-Tragikomödie Home for the Holidays, 1995; Nebenrolle in Allan Eastmans banalem Kriegs-Actioner Danger Zone, 1996) also insgesamt auf dem besten Weg zu sein schien. Doch dann wurden die Drogenprobleme immer stärker.
Zwischen 1996 und 2001 wurde der Schauspieler mehrmals wegen Drogenvergehen verhaftet. Unmengen an Kokain, Crack, Marihuana waren Teil von Downeys Alltag, der seine Sucht trotz oftmaliger Teilnahmen an Entzugsprogrammen nicht in den Griff bekam (dass er auch einmal eine 357er Magnum, wenngleich ungeladen, im Handschuhfach hatte, erscheint da beinahe als Kavaliersdelikt). Hollywood, Glanz und Glamour fordern eben ihren Tribut, und so kam es schon einmal vor, dass Downey im Drogenrausch in das Haus eines Nachbarn einbrach und dort in einem der Betten einschlief. 1997 erschien der Schauspieler nicht zu einem staatlich vorgeschriebenen Drogentest und musste deshalb für ein halbes Jahr ins Gefängnis; als er 1999 erneut einen Test versäumte, wurde Downey schließlich zu drei Jahren Haft verurteilt (da half auch das Anwaltsteam, das O. J. Simpson vor dem Gefängnis bewahrt hatte, nicht). Einem Richter beschrieb er seine Sucht so: „It’s like I have a shotgun in my mouth, and I’ve got my finger on the trigger, and I like the taste of the gun metal.“ Außerdem gab er vor Gericht an, seit dem achten Lebensjahr drogensüchtig gewesen zu sein – sein Vater habe ihm immer wieder illegale Substanzen gegeben. Im Endeffekt musste Downey „nur“ ein Jahr absitzen.
Seine Karriere war danach allerdings noch kein Trümmerhaufen: In der Hit-Serie Ally McBeal gab er den Geliebten von Hauptdarstellerin Calista Flockhart. Ein Comeback, das Downey einen Golden Globe einbrachte, dass er jedoch nicht wirklich genießen konnte, wie er dem „Guardian“ 2008 erzählte: „It was my lowest point in terms of addictions. At that stage, I didn’t give a fuck whether I ever acted again.“
Noch war Downey seine Dämonen also nicht los. Ein letztes Mal wurde er verhaftet, als er barfuß durch Culver City lief und sich Spuren von Kokain in seinem Blut nachweisen ließen. Ally McBeal-Produzent David E. Kelley feuerte den Star, obwohl die Quoten seit dessen Einstieg in die Höhe geschossen waren.
Jetzt war die Karriere wirklich ein Trümmerhaufen, und die nächsten Jahre erwiesen sich als überaus schwierig – so konnte Woody Allen Downey (und die als Kleptomanin aufgeflogene Winona Ryder) – nicht für seinen Film Melinda and Melinda (2005) besetzen, da sich keine Versicherung darauf einlassen wollte. Doch der Schauspieler schien nach all den Abstürzen diesmal wirklich ernst machen zu wollen mit dem Abschied von den Drogen – in der Oprah Winfrey Show erinnerte er sich 2004 an den Entschluss, endgültig clean zu werden: „I said, „You know what? I don’t think I can continue doing this.“ And I reached out for help, and I ran with it. You can reach out for help in kind of a half-assed way and you’ll get it and you won’t take advantage of it. It’s not that difficult to overcome these seemingly ghastly problems …what’s hard is to decide to do it.“ Und er zog es durch.
Phönix aus der Asche
Hollywood liebt Comebacks wie Katholiken die Auferstehung – und Downey arbeitete beharrlich an beidem: 2003 übernahm er Hauptrollen in Keith Gordons Krimi-Musical The Singing Detective (nachdem sein Freund Mel Gibson die Versicherungssumme bezahlt hatte) und Matthieu Kassovitz’ Horrorfilm Gothika (Produzent Joel Silver fror 40 Prozent von Downeys Gage bis zum erfolgreichen Abschluss der Dreharbeiten ein). Downey stürzte sich geradezu in Arbeit. 2004 erschien „The Futurist“, ein Album, auf dem er eigene Popsongs interpretierte und erntete gemischte Kritiken, 2006 bediente er die Arthouse-Schiene mit seiner Mitwirkung in Richard Linklaters eigenwilliger Philip-K.-Dick Adaption A Scanner Darkly, 2007 überzeugte er als gebrochener Reporter in David Finchers anspruchsvollem, auf realen Ereigissen basierendem Serienkiller-Film Zodiac. Dass in Downeys Darstellung des Journalisten Paul Avery, der sich immer stärker Drogen und Alkohol zuwendet, die Erfahrungen mit den eigenen Dämonen eingeflossen sind, ist wohl keine allzu spekulative Feststellung. Seit seinem Comeback schien Downey, der mehrmals von sich behauptete, keiner bestimmten Schauspielmethode zu folgen, viele seiner Figuren mit einer gewissen Grundmelancholie und Gebrochenheit zu versehen, die man vor allem an seinen großen Augen festmachen konnte.
Als besonders wichtig für Downeys Karriere war der bereits 2005 erfolgte Auftritt im gewitzten Neo-Noir Kiss Kiss Bang Bang, dem Regie-Debüt des Action-Auteurs Shane Black: Dieser kleine Kultfilm mit Hollywood-Seitenhieben, in dem Val Kilmer (auch so ein Kandiadat für ein Comeback) die zweite Hauptrolle gab, spielte zwar nicht viel Geld ein, zeigte der Traumfabrik aber, dass Downey wieder verlässlich geworden war und sich zudem als Actionheld mit losem Mundwerk eignete. „Dieser Film war meine Visitenkarte für Iron Man“, sagte Downey gegenüber dem „Hollywood Reporter“ (und bedankte sich bei Shane Black später, indem er ihn für Iron Man 3 als Regisseur an Bord holte). Tatsächlich meinte Jon Favreau, der die ersten beiden Iron Man-Filme inszenierte, dass Downey nicht die offensichtlichste Wahl für die Hauptrolle gewesen sein, die Besetzung jedoch mit jener von Johnny Depp im Blockbuster Pirates of the Caribbean vergleichbar sei.
Die Darstellung des genialen Milliardärs Tony Stark, der im High-Tech-Anzug für Gerechtigkeit sorgt, spielte 2008 Unsummen an den Kinokassen ein und erntete begeisterte Kritiken, wobei es besonders Downey war, der hervorgehoben wurde: Die Art, wie er maschinengewehrgleich die One-liner des Egoisten Stark zum Besten gab, machte deutlich, dass man hier der eindrucksvollen Wiedergeburt eines wahren Showman beiwohnte.
Doch es blieb in diesem Jahr nicht bei einem Hit: Auch Ben Stillers Tropic Thunder, eine Hollywood-Metakomödie, füllte die Kassen – und brachte Downey seine zweite Oscarnominierung ein, diesmal als „supporting actor“. Zu Recht, denn seine Darstellung eines Method Actors, der sich für seine neue Rolle als Afro-Amerikaner die Haut schwarz färben lässt, ist ganz große Komik. Der Satz „You never go full retard“, den er mit rasselnder, überzeichneter „schwarzer“ Stimme vorträgt, wurde zum Kult. Ben Stiller äußerte sich 2008 gegenüber „Time“ so zum Comeback von Downey: „Yes, Downey is Iron Man, but he really is Actor Man … In the realm where box office is irrelevant and talent is king, the realm that actually means something, he has always ruled, and finally this summer he gets to have his cake and let us eat him up all the way to the multiplex, where his mastery is in full effect.“
Downey sicherte sich mit der Rolle des Sherlock Holmes in bislang zwei Filmen von Guy Ritchie (2009 und 2011) eine weitere lukrative Franchise, in der er seine „showmanship“ voll ausspielen konnte – auch wenn man gelegentlich den Amerikaner durch den britischen Akzent durchhört und die Filme wenig mit Doyles Holmes zu tun haben, sondern im Grunde bloß ungenierter Vorwand für Steampunk-Action sind.
Auch privat lief es wieder für den Schauspieler: Nachdem er in den 1980ern mit Kollegin Sarah Jessica Parker liiert war und die Ehe mit der Schauspielerin Deborah Falconer 2004 gescheitert war (1993 wurde ein Sohn geboren), heiratete er 2005 die Filmproduzentin Susan Levin. Die beiden haben mittlerweile einen Sohn und eine Tochter.
Downeys Aufstieg in den Olymp Hollywoods war ein Comeback, wie man es in der an Abstürzen und Tragödien nicht eben armen Geschichte der Traumfabrik nur selten erlebt hat – vor allem auch deshalb, weil es mittlerweile schon beinahe ein Jahrzehnt anhält (man denke als Gegenbeispiel etwa an Mickey Rourke, der mit Aronofskys The Wrestler ebenfalls 2008 zurückkam, in Iron Man 2 im Jahr 2010 noch medienwirksam einen der Gegenspieler Downeys verkörperte und sodann wieder in der Versenkung verschwand).
Der immer noch anhaltende Hype um Comicverfilmungen, besonders jenen aus dem Hause Marvel, ließ Downey zum teuersten Schauspieler der Welt werden: Nicht nur die Iron Man-Trilogie selbst brach Kassenrekorde – die Figur wurde derart populär, dass Marvel sie in immer mehr Filmen als Booster einsetzte. Zwei Avengers-Filme (ein weiterer kommt 2018 in die Kinos) und Captain America: Civil War spielten jeweils über eine Milliarde Dollar weltweit ein und machten Downey immer reicher. Laut Schätzungen des Wirtschaftsmagazins Forbes kassierte er allein für The Avengers 50 Millionen Dollar. Auch im neuen Spider-Man (siehe Kasten) gibt er gegen eine wohl nicht unerhebliche Summe den Iron Man, der, man kann dies ohne Übertreibung sagen, zur Rolle seines Lebens geworden ist. Egal, wo er auftaucht – im karierten Anzug bei einer Filmpremiere oder mit bunt getönter Brille vor Kindern auf „Iron Man“-Events – der 52-Jährige gilt bei jung und alt als cool. David Denbys eingangs zitierte Kritik aus dem Jahr 1987, wonach Downey Menschen aller Altersgruppen zu berühren vermag, hat auch nach Jahrzehnten noch Gültigkeit.
Robert Downey Jr., der Schauspieler, den die Versicherungen einst nicht mehr wollten, ist mittlerweile ein derartiges Asset für Hollywood geworden, dass er nirgends mehr ohne Bodyguards hingehen kann – auch nicht auf die Toilette, wie „ray“-Kolumnist Jörg Buttgereit aus eigener Erfahrung bestätigen kann (siehe ray 07+08/2016). Das ist der Preis des Ruhms, den Downey dieser Tage zahlen muss.
Lange schien es, als würde Peter Parker vulgo Spider-Man im Kino ein Einzelkämpfer bleiben, und Schuld daran war, wie so oft im Leben, das liebe Geld. In den neunziger Jahren ging es dem Comic-Verlag Marvel nämlich derart schlecht, dass er die Filmrechte am Superhelden im Spinnenkostüm verkaufen musste. Sony langte zu und produzierte eine lukrative Trilogie unter der Regie von Sam Raimi, den Wandkletterer gab Toby Maguire. Der Haken: Durch diese Rechtslage konnte Spider-Man in den Spielfilmen weder auf Marvels Avengers, noch auf die X-Men (die Filmrechte an den Mutanten hatte Marvel an Fox verkauft) treffen. Nachdem Teil drei bei Fans allerdings inhaltlich auf wenig Gegenliebe stieß – ein Held, der auf Emo machte und zu viele Bösewichte – kam es zum Reboot: Marc Webb wurde angeheuert, um eine neue Trilogie, diesmal mit dem Briten Andrew Garfield, in der Titelrolle, zu drehen. Während The Amazing Spider-Man (2012) noch auf insgesamt wohlwollende Resonanz stieß, war Teil 2 eher unbeliebt und wurde von Sony trotz eines weltweiten Einspielergebnisses von 709 Millionen Dollar als Enttäuschung betrachtet. Die Folge war ein Deal mit den mittlerweile zu Disney gehörenden Marvel-Studios unter dem Motto „Eine Hand wäscht die andere“: Spider-Man darf im Marvel-Universum mitmischen (der Titel Homecoming ist somit doppeldeutig zu verstehen) und Sony darf sich im Gegenzug Marvel-Helden für Gastauftritte in den Spider-Man-Filmen holen. Die gelungene Premiere erfolgte letztes Jahr in Marvels Captain America: Civil War. Die Fans waren vom 20-jährigen Briten Tom Holland begeistert und auch die Kasse (1,1 Milliarden Dollar weltweit) stimmte. In diesem Film, den die Brüder Anthony und Joe Russo inszenierten, wurde Tony „Iron Man“ Stark (Robert Downey Jr.) zum Mentor Peter Parkers – und der ist auch jetzt, gegen einen fetten Scheck, wieder mit von der Partie. Eine ökonomisch sicher nicht unkluge Entscheidung, sind doch jene Marvel-Filme mit Downeys Mitwirkung besonders erfolgreich. Was lässt sich von Homecoming erwarten? Sicherlich eine gute und in Bezug auf das Alter authentische Leistung in der Titelrolle – Holland hat humoristisches Talent und ist tatsächlich so jung wie Peter Parker in den Comics, während Maguire und Garfield schon End-Twens waren. Auch die Chemie mit Downey sollte, wie schon in Civil War, wieder stimmig sein. Worauf man aber besonders gespannt sein darf, ist eines jener selbsreferenziellen Insider-Elemente, die Hollywood so liebt: Michael Keaton gibt Vulture, den Bösewicht im Vogelkostüm. Keaton, der in der Rolle des Batman einst eine Figur aus dem konkurrierenden Comicverlag DC verkörperte, war 2015 für seine Rolle in Alejandro G. Iñárritus Satire Birdman oscarnominiert. Dort spielte er einen abgehalfterten Schauspieler, der von Fans und Kritik auf eine Filmrolle aus alten Tagen reduziert wird: eine Comicfigur im Vogelkostüm.
